Dank einer Steigerung in der zweiten Halbzeit haben die Verbandsliga-Handballer der SG Lok Schönebeck durch den 36:30 (14:16)-Erfolg über den HV Ilsenburg den sechsten Sieg in Serie eingefahren.

Schönebeck l Ein Donnerwetter gepaart mit konkreten Hinweisen in ruhigem Ton in der Kabine hat die Gastgeber wieder in die Erfolgsspur gebracht. "Ich habe auf die Fehler in der Deckung hingewiesen und betont, dass wir die Angriffe länger ausspielen wollten", betonte Lok-Trainer Henning Stapf. Somit steigerten sich die Schönebecker zu einem 22:14-Lauf in der zweiten Halbzeit. "Wir haben dann gespielt was wir können, sind energisch auf den guten Rückraum hinausgetreten, haben ihn zu schweren Würfen gezwungen und sind über den Kampf zurückgekommen."

Und auch eine 5-0-1 der Gäste gegen Toni Warschkau oder gar eine 4-2, in der zusätzlich Martin Schröder eine Sonderbewachung erhielt, bremste die Lok nicht. "Wir haben das Match sehr gut in die Breite gezogen, Doppelpässe gespielt und uns freigelaufen." Auffällig in dieser Phase waren vor allem Jan Bauer, "der das sehr gut gemacht hat", und Kevin Krause. "Ihre Tore waren der Garant für unseren Erfolg."

Bis dahin war es jedoch ein beschwerlicher Weg. "Wir haben nur schleppend hineingefunden." Obwohl Stapf vor dem gefährlichen Rückraum und dem guten Kreisspiel gewarnt hatte, ließen seine Schützlinge in der Defensive zu viele Möglichkeiten zu. "Wir haben in der Deckung nicht zusammengefunden." Auch eine zwischenzeitliche 5-1 hatte nicht die gewünschte Wirkung. "Das war ein Kopf- und Einstellungsproblem." Ilsenburg enteilte zwischenzeitlich auf vier Tore Vorsprung. Schönebeck verkürzte diesen bis zur Pause auf zwei Zähler, um dann nach dem Wechsel und dem kleinen Donnerwetter richtig in Fahrt zu kommen.

Nach dem sechsten Sieg in Folge hat die SG Lok den Anschluss an die Spitzenplätze hergestellt. "Nach drei Niederlagen zum Saisonauftakt war das für die Jungs wichtig. Sie dürften jetzt wieder viel Selbstvertrauen gesammelt haben." Für Stapf ist der aktuelle dritte Platz aber noch kein Grund, sich auszuruhen. "Die Staffel ist sehr ausgeglichen besetzt. Wir wollen die nächsten zwei Spiele, die beide auswärts stattfinden, auch noch gewinnen. Wenn uns das gelingt, dann setzten wir uns oben richtig fest. Erst danach schauen wir, wo wir sind. Wenn wir nämlich verlieren, sind wir ganz schnell ins Mittelfeld abgerutscht." Die erste Aufgabe führt die Schönebecker ins benachbarte Glinde. Anwurf bei der Eintracht ist am Sonnabend um 17 Uhr. Zwei Wochen später geht es im letzten Spiel des Jahres zum LSV Klein Oschersleben. "Und danach sehen wir weiter."

Lok Schönebeck: Knörich - Schulz, Bauer (6), Warschkau (3), Kazmierowski (12/6), Matthisseck, Meißner, Blumenthal (2), Meyer, Schröder (5), Krause (8), Prokop, Härtl

Siebenmeter: Schönebeck 7/6 - Ilsenburg 5/3; Zeitstrafen: Schönebeck 3 - Ilsenburg 4; Rot: Normen Müller (19. Minute) -Ilsenburg-