Fast vollbesetzte Zuschauerränge, ein Finale, das im Neunmeterschießen entschieden wurde und ein dritter Platz für den Gastgeber - der 5. WBG-Cup, das Hallenfußball-Turnier des Schönebecker SV, ließ keine Wünsche offen. Zumindest fast keine. Während der SSV ein bisschen mit dem dritten Platz haderte, freute sich die TSG Calbe über den Finaleinzug, auch wenn sie sich dort Titelverteidiger TV Askania Bernburg geschlagen geben musste.

Schönebeck l Und noch ein Novum gab es: Die SG Gnadau zog zum ersten Mal seit ihrer Teilnahme am WBG-Cup ins Halbfinale ein. Was im Spielbetrieb der Landesklasse in der Hinrunde kaum gelingen wollte, funktionierte nun umso besser. "Wir erwischten eine gute Gruppe", sagte SGG-Trainer Sebastian Pape. "Mit dem SV Halchter und dem SSV II traten wir gegen zwei Teams an, die uns gut zu Gesicht standen."

Als Zweiter der Gruppe A trat Gnadau im Halbfinale gegen die TSG Calbe an und musste sich mit 1:3 geschlagen geben. Dasselbe Ergebnis stand auch nach der Partie um Platz drei gegen die erste Mannschaft des Gastgebers zu Buche. "Da hatten wir mit zwei Pfostentreffern aber auch ziemliches Pech", erinnerte sich Pape. "Allgemein kann ich aber ein sehr positives Fazit ziehen."

Der Gastgeber, mit zwei Mannschaften vertreten, musste sich ebenfalls nicht verstecken und erhielt nicht nur Lob für die gute Organisation des Turniers. Der SSV wurde Dritter, was ihm angesichts des 0:4 gegen Bernburg allerdings etwas bitter aufstieß. Die Reserve wurde Achter, hatte allerdings dennoch Grund zum Jubeln. Torwart Thomas Schulze wurde als bester Keeper des Cups ausgezeichnet, was die Fans mit lautstarkem Applaus quittierten.

Der TSV Kleinmühlingen/Zens überraschte ebenfalls. Dem Zweiten der Landesklasse lag das Fußballspielen in der Halle offenbar kaum, denn er wurde nur Fünfter. Coach Mario Katte relativiert allerdings. "Dieser Cup stand nicht im Fokus und wir sind auch nicht in Bestbesetzung angetreten. Zudem habe ich schnell gemerkt, dass sich so mancher in der Halle gar nicht wohl fühlt." Für Katte war wichtig, "dass sich keiner verletzt hat. Und am Ende hat diese Truppe mit Platz fünf noch ihr Gesicht gewahrt."

Während der TSV also eher kürzer trat, drehte die TSG Calbe richtig auf und kämpfte sich in das Endspiel. "Unser Ziel war erstmal nur das Halbfinale", erklärte Mannschaftsbetreuer Peter Körner. Im Spiel um den Pokal trat die TSG gegen Oberligist und Titelverteidiger Askania Bernburg an.

Diese Partie konnte spannender kaum verlaufen. 2:2 nach der regulären Spielzeit von zwölf Minuten. Es kam zum Neunmeterschießen. Für Calbe traten Vit Fiser, Neuzugang Rico Willner und Sven Noack an. Jeder schoss dreimal. "Aber wir hatten Pech." Bernburg traf einmal mehr und verteidigte den Titel. Trotz der Niederlage freuten sich die Saalestädter. Willner klopfte Keeper-Kollege Benjamin Richter auf die Schulter. "Zwischen den beiden gibt es nur eine gesunde Rivalität", erklärte Körner. "Sonst verstehen sie sich super."

Neben spannenden Fußball-Partien hatte der SSV aber auch für Unterhaltung in den Pausen gesorgt. So vertrieb die Tanzgruppe "Dancing Marys" aus Barby den Zuschauern die Zeit zwischen der Vorrunde und den Platzierungsspielen.

   

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