Schönebeck (nrc) l Es war ein hartes Stück Arbeit, das die Handballer der SG Lok Schönebeck hinter sich brachten, um dem SV Eiche Biederitz am Ende ein 28:28 (12:16)-Unentschieden abzuringen. Nachdem der Zweite der Verbandsliga in den vergangenen Partien mit guten Leistungen und souveränen Ergebnissen überzeugen konnte, stolperte er gehörig über den Tabellenachten.

Dabei hätte Lok sich gar nicht quälen müssen, aber "wir haben in der ersten Halbzeit hinten sehr schwach gestanden und vorn nur halbherzig agiert", haderte Schönebecks Trainer Henning Stapf. Bis zum Stand vom 5:5 legten die Gastgeber vor, danach war Biederitz am Zug. Über die Stationen 8:6, 11:8, 15:10 und schließlich 16:12 konnte sich Eiche einen Vorsprung von vier Toren erarbeiten.

Lok haderte dagegen mit Pfostentreffern und Eiches Torhüter. Zudem gelang es den Gästen, sich einige Bälle am Kreis zu erobern. "Wir haben viele technische Fehler produziert. Die Konzentration war nicht so, wie ich mir das gewünscht hatte. Die Jungs hatten wohl noch die Niederlagen aus der Hinrunde und dem HVSA-Pokal im Kopf." Daher mahnte Stapf in der Kabine zur Ruhe. "Das Team sollte nicht in Panik verfallen."

Zu Beginn der zweiten Halbzeit tat sich Lok aber weiterhin schwer. Hinzu kam, dass ein Siebenmeter von Stefan Kazmierowski nicht gewertet wurde. Der Schiedsrichter hatte eine Übertretung gesehen. Doch langsam aber sicher kämpfte sich Schönebeck wieder ins Geschehen zurück, konnte schließlich zum 19:19 ausgleichen.

Ab diesem Zeitpunkt verlief die Partie auf Augenhöhe. Die Führung wechselte ständig. Eiche produzierte nun ebenfalls einige Fehlwürfe und technische Fehler, wie beispielsweise einfache Ballverluste, die Lok mit Kontertoren bestrafte. Schließlich endete die Partie mit einem 28:28-Remis. "Damit können wir leben", fasste Stapf zusammen.

Lok Schönebeck: Knörich - Schulz, Bauer (4), Warschkau (2), Kazmierowski (9/2), Mattisseck (2), Meißner (1), Blumenthal (1), Meyer, Schröder (2), Krause (7/4)

Siebenmeter: Schönebeck 12/6 - Biederitz 2/2; Zeitstrafen: Schönebeck 3 - Biederitz 7; Rot: Steffen Bretschneider (59:47; 3x2 Minuten) - Biederitz -