Fußball schreibt viele negative Schlagzeilen, weit über die Grenzen des Salzlandkreises hinaus. Dass der Sport aber auch zahlreiche positive Geschichten erzählt, war kürzlich Thema der Fairplay-Auszeichnung des Kreisfachverbandes Fußball im Staßfurter Sparkassenschiff. Sportler und Teams wurden für ihr herausragendes Verhalten geehrt.

Staßfurt l Mit den Worten, dass Fairplay gelebt wurde und eine Auszeichnung dafür nicht selbstverständlich sei, eröffnete KFV-Präsident Markus Scheibel die Veranstaltung und übergab sogleich das Wort an Helmut Ibsch. Das Vorstandsmitglied der Salzlandsparkasse betonte, dass die Unterstützung einer solchen Prämierung eine Herzensangelegenheit sei. Insgesamt wurden 3000 Euro ausgeschüttet, 2000 steuerte die Sparkasse bei. "Fairness ist etwas ganz wichtiges. Und das unterstützen wir gern." Viele unrühmliche Beispiele von "den Großen" zeigen, wie es nicht auf und neben dem Rasen sein soll. Umso bedeutender ist es, "diejenigen zu ehren, die sich als Vorbilder hervortaten, damit andere es ihnen gleich tun können". Dabei kennt Fairplay kaum Grenzen. Es gibt unzählige Möglichkeiten, ein besonderes Verhalten an den Tag zu legen. "Fairness hat viele Facetten", sagte Ibsch.

Dies untermauerten die zahlreich erschienenen Fußballer beziehungsweise Vertreter der Mannschaften. Einige Preisträger, wie der VfB Glöthe, die SG Löderburg/Etgersleben und die Spg Eickendorf/Förderstedt/Atzendorf aus der Frauen-Unionsliga fielen über die gesamte Spielzeit 2013/14 positiv auf. Alle hatten nach Ablauf der Saison den gleichen Quotienten, der sich aus Strafen pro Spiel berechnet. Die drei Teams sahen jeweils nur eine Gelbe Karte in 24 Spielen.

Dann gab es noch Mannschaften, die durch einmalige Aktionen fair auffielen. Die C-Junioren des Warmsdorfer SV verzichteten etwa ohne zu zögern auf ihr Heimspielrecht, um den Ligabetrieb nicht zu gefährden. Die TSG Calbe II ließ den VfB Neugattersleben ohne Gegenwehr ein Tor erzielen, da sie zuvor durch ein missglücktes Rückspiel nach einem Einwurf traf. Sportlich fair fiel auch Kai Mühlbach von Eintracht Winningen auf, der als vermeintlich Gefoulter gegen den BSV Eickendorf so ehrlich war, zu gestehen, dass er nicht getroffen und der Strafstoß revidiert wurde.

Mit den Worten, dass "Fairness und Erfolg keinen Widerspruch bilden", forderte Ibsch die Preisträger auf, auch weiterhin mit bestem Beispiel voranzugehen.