Gleich drei Nachwuchs-teams der TSG Calbe beendeten am vergangenen Wochenende ihre Handball-Saison - alle sogar mit Siegen. Die männliche B-Jugend entschied die Partie in Quedlinburg mit 32:23 (19:10) deutlich für sich. Das Team von Trainer Nils Fritze belegt damit in der Bezirksliga den vierten Platz.

Calbe l Ebenfalls im Harzkreis war die weibliche E-Jugend unterwegs. Sie bestätigte mit dem 19:9 (7:4)-Sieg bei der SpG Thale/Westerhausen ihren Bezirksmeistertitel. Die männliche A-Jugend setzte sich mit 38:22 (14:12) gegen Oebisfelde durch, während die männliche E-Jugend in Quedlinburg nichts ausrichten konnte und mit 13:40 (7:24) unterlag. Im Harz-Börde-Pokal absolvierte die weibliche D-Jugend ihr letztes Spiel und sicherte sich mit dem 32:3 (16:3)-Erfolg gegen Germania Gernrode den zweiten Platz.

Landesmeisterschaft, wJC

Die TSG Calbe darf stolz auf sich sein. Sie hatte nicht nur die Endrunde erreicht, sondern sich zudem mit einer spielerisch überzeugenden Leistung den dritten Platz als bestes Vereinsteam hinter den beiden Sportschulauswahlen erkämpft. Ausgetragen wurde das Turnier in Calbe. Obwohl es einen ziemlichen Kraftakt darstellte, lief organisatorisch alles ausgezeichnet und die TSG erwies sich einmal mehr als würdiger Ausrichter für solch einen wichtigen Wettkampf.

Die Gastgeberinnen mussten zunächst gegen Vorrundengegner Jessen ran. Nervenstärke und Kampfgeist gaben den Ausschlag, um den 5:7-Rückstand zur Halbzeit in einen 13:10-Sieg umzumünzen. Direkt im Anschluss wartete der HSV Magdeburg auf die Saalestädterinnen. "Im Vorfeld war nicht vorstellbar, dass wir ebenbürtig sein könnten", resümierte TSG-Trainer Andreas Glöckner mit Blick auf den 6:6-Halbzeitstand. Als es dann nach dem Wechsel auf einmal 12:6 für Calbe stand, war die Überraschung perfekt. "Uns ist auf hohem, spielerischem Niveau im Grunde alles geglückt", so Glöckner. Dass das nicht so bleiben konnte, war jedem, der Erfahrung in diesem Bereich hat, klar. Tatsächlich glich der HSV eine Minute vor Schluss doch noch aus und rettete somit den Punktgewinn. Am Ende entschied dann das Torverhältnis, sodass Calbe die Bronzemedaillen erhielt.

Die Enttäuschung war im ersten Moment sicherlich groß. Die Chance, den vermeintlich großen Favoriten zu schlagen, zu greifbar. Mit etwas Abstand stehen jedoch andere Dinge im Fokus und der Stolz auf diesen Tag überwiegt. "Wir haben als normale Vereinsmannschaft bei den Klubmannschaften angeklingelt und uns ebenbürtig gezeigt", unterstrich der Trainer. Denn nicht nur gegen die Elbestädter zeigte Calbe eine starke Leistung, auch das Spiel gegen den souveränen Landesmeister SV Union Halle-Neustadt überzeugte auf ganzer Linie (Endstand 8:13). Eine Chance, die zweite Garde einzusetzen, hatte der Bundesliga-Nachwuchs nämlich nicht, da die TSG das hohe Niveau über weite Strecken mitging.

So ist der dritte Platz im Land ein toller Erfolg und ein großer Schritt in der sportlichen Entwicklung der Mannschaft, die zudem durch ein starkes Gemeinschaftsgefühl positiv auffällt. Ein schönes Beispiel dafür ist die verletzte Torhüterin Ulrike Neumann, die in beiden Turnieren kurzerhand die Betreuerrolle übernahm und ihren Kameradinnen von der Bank aus zur Seite stand.

TSG Calbe: Gina Adam, Sophie Süß - Gina Behlau, Sarah Güllmeister, Térèse Harant, Lisa Heinrich, Ottilie Lindner, Luca Reimann, Jamie Rieser, Annika Thieme, Alexandra Wolf, Linda Wunderling, Lena Wurbs

Bezirksliga, mJD

TSG Calbe -

Westeregeln 29:26 (17:16)

Es war eine spannende Partie zum Saisonabschluss. "Wir wussten, dass es schwer wird", beschrieb TSG-Trainerin Heike Falke. Sie konnte nach dem Spiel bestätigen: "Wir mussten richtig ranklotzen, um zu gewinnen." So hatte sich auch Westeregeln für das letzte Saisonspiel einiges vorgenommen. Wacker präsentierte sich als kompakte und spielstarke Truppe, die zudem die Fehler im Calbenser Spiel gut für sich zu nutzen wusste. "Das hat uns besonders in der ersten Halbzeit einige Gegentreffer gekostet", ärgerte sich Falke über die fehlende Konsequenz in der Manndeckung. Absetzen konnte sich die TSG dann tatsächlich erst in der zweiten Hälfte - dank einer Steigerung im Mannschafts-, aber auch im Umkehrspiel. Über das 20:16 enteilte Calbe zum 28:22, was den Trainern die Möglichkeit gab, das Spiel auf mehr Schultern zu verteilen. Das Zünglein an der Waage war neben dem gewohnt stark spielenden Paul Steffen diesmal Alexander Möhring. "Er hat sich endlich etwas zugetraut und Druck nach vorn aufgebaut", lobte die Trainerin.

Das Team beendet die Spielserie ohne Niederlage als Bezirksmeister. "Damit hätten wir im Vorfeld auf keinen Fall gerechnet", gesteht Falke. Sie weiß allerdings, dass es in der nun erreichten Landesmeisterschaft noch einmal richtig schwer für die Jungen werden wird.

TSG Calbe: Vico Tappenbeck - Malte Gottschalk (2), Erik Großhennig (4), Nick Heinze, Niels Kober (1), Maximilian Lorenz (1), Jonas Mierzwiak (1), Alexander Möhring (7), Cedric Müller, Otto Rausch, Julian Schmidt, Paul Steffen (13), Nico Wurg, Vincent Wuwer

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