Schönebeck/Tangermünde (fna) l Seit sechs Spielen wartet der Schönebecker SV auf einen Dreier in der Fußball-Landesliga. Zuletzt gab es eine 0:1-Heimpleite gegen TuS Bismark, die den Absturz auf einen Abstiegsrang zur Folge hatte. Wenngleich das Team am Sonntag ab 14 Uhr bei Tabellennachbar Saxonia Tangermünde in Zugzwang ist, möchte Coach Michael Steffen den Druck von den Schultern seiner Schützlinge nehmen.

"Natürlich ist es fünf vor zwölf, wenn man auf die Tabelle schaut. Aber wir spielen auswärts. Tangermünde ist der Favorit. Wir wollen uns keinen Zwang auferlegen." Viel wichtiger sei, dass nicht nur 50 Prozent der Mannschaft von der Einstellung her brenne, sondern das gesamte Team vom Willen her an einem Strang ziehe. "Das einzig wichtige ist, dass wir den Klassenerhalt noch aus eigenen Kraft realisieren können. Daran wollen wir festhalten. Wir wollen nur auf uns schauen. Unsere Leistungen sind wichtig. Wir müssen jetzt aber den Schalter umlegen, und zwar positiv."

Für die Altmärker ist es nach dem 1:1-Remis in Förderstedt das nächste Sechs-Punkte-Spiel. "Wir hätten in Förderstedt gewinnen können, aber am Ende war der SVF am zweiten Tor näher dran", sagt Saxonia-Torwart Ingo Arndt, der am Sonntag beim Elbdeich-Marathon in Tangermünde zu Gast war. "Gegen Schönebeck fehlen uns wichtige Spieler. Damit müssen wir aber leben. Wir wollen dennoch gewinnen. Da brauchen wir nicht drumherum reden. Diese Partie ist richtungsweisend. Das gilt allerdings auch für Schönebeck", betont Steffen Lenz aus dem Tangermünder Trainergespann.

Der Verein ist indes bestrebt, Andy Borchert zu aktivieren. Ob dies gelingt, entscheidet sich allerdings erst kurzfristig, weil er beruflich in Leipzig aktiv ist.

Es fehlen: Jonas Lehmann (Rotsperre), Christopher Miedreich (5. Gelbe), David Mooz (privat) - Mathias Braunert (fraglich), SR: Sven Schottenhamel (Arendsee), Alexander Machui, Christoph Rückmann, Hinspiel: 1:4