Frankleben (mnd). Das Vorhaben, nach zwei sieglosen Spielen in der Sachsen-Anhalt-Liga endlich wieder zu gewinnen, ist den Handballern der TSG Calbe zwar nicht ganz geglückt, doch konnten sie im Auswärtsspiel beim SV Friesen Frankleben zumindest einen Teilerfolg verbuchen. Die Partie beim Tabellenletzten endete mit einem 29:29 (15:17)-Unentschieden.

Eigentlich war Peter Weiß, der die Mannschaft aufgrund der Abwesenheit von Trainer René Linkohr auch in Frank- leben betreute, mit der ersten Viertelstunde sehr zufrieden. Nur einen Fehlwurf und drei technische Fehler hatte er gezählt. Der effektiven Spielweise war es zu verdanken, dass die TSG nach einer ausgeglichenen Anfangsphase bis zur 15. Minute mit 11:6 führte. Im zweiten Viertel sollte sich die Freude allerdings eintrüben, denn die Gastgeber verkürzten den Rückstand bis zur Pause konsequent. "Wir haben Frankleben durch eigene Fehler wieder ins Spiel gebracht", ärgerte sich Weiß über die verpasste Chance, mit einem höheren Vorsprung in die Kabine zu gehen. Stattdessen stand es nach 30 Minuten nur 17:15.

Und es sollte noch schlimmer kommen. Nur drei Minuten später glichen die Friesen erstmals wieder aus (17:17). Fortan entwickelte sich eine Begegnung mit ständig wechselnden Führungen, keine Mannschaft konnte sich vorentscheidend absetzen. Beim Stand von 25:23 für die Gastgeber hatte die TSG die Chance zum Anschluss, vergab jedoch zwei Strafwürfe und zwei "Freie".

Frankleben setzte sich durch den starken Steffen Holzapfel, der insgesamt zehn Tore warf, zum 28:25 ab. Weiß nahm eine Auszeit, richtete einen eindringlichen Appell an seine Mannschaft, nur nicht die Nerven zu verlieren und über den Kampf zurück ins Spiel zu finden. Das gelang. Calbe stellte den 29:28-Anschluss her, Robert Knörich hielt zudem einen Strafwurf von Karsten Gerlach, der anschließend noch eine Zeitstrafe erhielt. Auf der anderen Seite machte es Björn Rätzel besser, er versenkte den Siebenmeter zum 29:29-Ausgleich.

Dann wurde es unübersichtlich. Nach heftigen Beschwerden von Trainer Heiko Plaul sprachen die Schiedsrichter eine weitere Zweiminutenstrafe, diesmal gegen die Franklebener Bank, aus. Calbe nutzte die numerische Überlegenheit, stieß konsequent in die Lücken, bis Ron Barby im rechten Rückraum freigespielt wurde. Doch sein Wurf prallte vom Innenpfosten zurück ins Feld. "Wir haben alles richtig gemacht und Ron musste sich den Wurf nehmen. Kein Vorwurf an ihn", bewertete Weiß die letzte Aktion der Partie. Es blieb beim 29:29-Unentschieden, das Weiß eher als Punktgewinn denn -verlust einordnete.

Calbe: Bertram, Knörich – Walter (1), B. Rätzel (6), Barby, Doll (1), Hulha (1), Roost, N. Rätzel, M. Kralik, F. Kralik (12), Hübner (8)