Salzlandkreis (hla). Das Führungsduo der Fußball-Salzlandliga zieht weiter einsam seine Kreise. Lediglich Förderstedt bleibt als einziger Verfolger in Reichweite. Winningen kann nach dem Debakel im Spitzenspiel wohl schon jetzt für die neue Saison in der Salzlandliga planen. Wichtige Siege für den Klassenerhalt erzielten Ilberstedt und Unseburg/Tarthun. Somit wird die Lage für Drohndorf/Mehringen immer bedrohlicher. Ihre Heimstärke unterstrichen erneut Staßfurt II und Rathmannsdorf. Jedoch gibt die Tabelle kein reelles Bild ab, weil die Anzahl der ausgetragenen Partien zwischen den Mannschaften sehr unterschiedlich ist.

TSG Unseburg/Tarthun -

Schönebecker SC II 3:0 (2:0)

Beide Mannschaften lieferten sich eine temporeiche und gutklassige Partie, waren stets offensiv ausgerichtet. Der Gastgeber fand sich recht schnell und ging früh in Führung. Diese verlieh der Mannschaft sichtlich Stabilität, wobei sie aber immer wieder durch überfallartige Angriffe der Gäste gefordert wurde. Doch der SSC-Reserve fehlte trotz guter Chancen das nötige Durchsetzungsvermögen vor dem Tor. Der Gastgeber war mit seiner besten Leistung in diesem Jahr weitaus gefährlicher. Vor allem das raumgreifende Passspiel über den Doppeltorschützen José Mundt stellte die SSC-Abwehr immer wieder vor Probleme. Mit der klaren Führung im Rücken verpasste es die TSG in der Schlussphase, trotz Unterzahl, das Torverhältnis aufzubessern, weil die Schönebecker Abwehr an Stabilität verlor.

Tore: 1:0 Simo Mundt (19.), 2:0, 3:0 Jose Mundt (45., 58.); SR: Schinke (Bründel), ZS: 90, Gelb-Rot: Torsten Fräsdorf Unseburg/Tarthun, 80.).

SV 09 Staßfurt II -

Conc. Nachterstedt 7:1 (5:0)

In den sehr fairen Partie, die ohne eine einzige gelbe Karte auskam, bestimmte der Gastgeber von Beginn das Geschehen. Zwar gab Nachterstedt nie auf, verdiente sich so auch das Ehrentor, war aber der 09-Reserve fußballerisch klar unterlegen. Läuferisch trennten beide Teams zeitweise Spielklassen, vor allem in Hälfte eins. Die Angriffe und erfolgreichen Abschlüsse der Staßfurter wurden oft schulmäßig vorbereitet. So war das Spiel bereits zur Pause entschieden. Der Gastgeber ließ es in Hälfte zwei wesentlich ruhiger angehen, hatte trotzdem noch zahlreiche Torszenen. Am Ende bewahrte der beste Spieler der Concorden, Torwart Sören Volk, sein Team vor einer zweistelligen Niederlage.

Tore: 1:0, 2:0 Steven Stachowski (10., 12.), 3:0 Sven Limpächer (14.), 4:0 Oliver Drachenberg (33.), 5:0 Wolfgang Ziebell (45.), 6:0 Sven Limpächer (55.), 7:0 Stefan Stein (66.), 7:1 Jens Hampe (86.); SR: Engelhardt (Hakeborn), ZS: 81

SV Rathmannsdorf -

BSV Eickendorf 3:2 (1:1)

Der SVR erwischte einen guten Start und hatte Feldvorteile, doch Zählbares sprang nicht heraus. Der BSV stellte sich als gut organisiertes Team am Köcksbusch vor, kam über den Kampf immer besser ins Spiel und beide Teams begegneten sich auf Augenhöhe. Alle Angreifer hatten es schwer, sich vor den jeweiligen Toren durchzusetzen. Beide Mannschaften schenkten sich kämpferisch nichts, teilweise ging es verbissen zu. Darunter litt dann auch das spielerische Niveau. Am Ende investierte der SVR mehr, hatte nach der Pause auch die besseren Chancen und holte nicht unverdient den Sieg.

Tore: 1:0 Sebastian Trensinger (39.), 1:1 Pierre Bödecker (44.), 2:1 Sebastian Trensinger (68.), 3:1 Thomas Keye (FE, 73.), 3:2 Jörg Sperling (85.); SR: Gajda (Ilberstedt), SRA: S. Schmuck-Löwe (beide Bernburg), ZS: 175.

SV Wolmirsleben -

Blau-Weiß Biere 0:1 (0:0)

Beide Mannschaften begegneten sich bis zur Pause auf Augenhöhe, jedoch spielte sich das Geschehen meist zwischen den Strafräumen ab, da beide Abwehrreihen dominant auftraten. Torgefahr resultierte meist nur aus Fernschüssen. Nach der Pause war der Gastgeber nicht wach, Biere nutzte dies zur Führung. Mit dieser im Rücken zog der Spitzenreiter seinen Spiel nun clever durch, hielt aber die Spannung bis zum Abpfiff hoch, weil er seine Chancen nicht nutzte. Wolmirsleben wehrte sich nach Kräften, zeigte auch viel Willen, konnte sich aber gegen die starke Abwehr der Blau-Weißen kaum positiv in Szene setzen. Letztlich geht der Gästeerfolg in Ordnung.

Tor: 0:1 Rolf Schulze (46.); SR: Leidel (Nienburg), ZS: 89

SV Förderstedt -

FSV Drohndorf/M. 2:0 (1:0)

Es war über weite Strecken ein niveauarmes Spiel, weil der Gast einfach zu wenig tat. Er war von Beginn an nur auf Torverhinderung aus, obwohl er sicherlich jeden Punkt für den Klassenerhalt benötigt. Doch mit dieser Angriffsleistung wird er es schwer haben. Aber auch der Gastgeber tat sich schwer gegen den FSV-Abwehrriegel. Die Angriffe wurden oft konzeptlos und hektisch vorgetragen, über die Flügel wurde nur selten gespielt. Dennoch war es über weite Strecken ein recht einseitiges Spiel, bei dem der SVF mit drei Pfostentreffern Pech hatte. Am Ende war es ein verdienter Arbeitssieg.

Tore: 1:0 Martin Stille (18.), 2:0 Ronny Heitmann (ET, 65.); SR: Klaes (Bernburg), ZS: 63

VfL Ilberstedt -

Egelner SV Germ. 5:1 (1:1)

Über eine Stunde war es eine Partie auf Augenhöhe, beide Mannschaften waren zunächst auf die Sicherung ihres Tores bedacht. So kam die Angriffsarbeit, trotz Bemühungen, zu kurz. Der VfL zeigte kämpferisch erneut ein starkes Spiel und Egeln nutzte über seine schnellen Spitzen immer wieder Räume zum Kontern. Nach der Pause gestaltete sich die Partie weiter ausgeglichen, jedoch sorgte der ESV nur selten für Torgefahr. Die VfL-Angriffe wurden sehr druckvoll und temporeich vorgetragen. Bei einigen Gästespielern war ein Kräfteverschleiß unübersehbar. Nach der VfL-Führung musste Egeln weiter öffnen. So nutzte der Gastgeber seine Chancen in der Schlussphase optimal, sodass der ESV etwas unter Wert geschlagen wurde.

Tore: 1:0 Angelo Beude (23.), 1:1 Stefan König (30.), 2:1 Martin Gutsche (53.), 3:1 Christoph Lutze (80.), 4:1 Tino Nitzer (84.), 5:1 Martin Gutsche (88.); SR: Müke (Schönebeck), ZS: 90

TSV Kleinmühlingen/Zens -

Eintr. Winningen 6:0 (2:0)

Bis zur Pause war es ein ausgeglichenes Spiel. Der Gast durfte einfach nicht verlieren, um seine letzte Aufstiegschance zu nutzen. Jedoch wirkte der TSV in seinen Zweikämpfen sicherer, stellte eine starke Abwehr und übte mit geschicktem Umkehrspiel immer wieder Druck auf das Eintracht-Tor aus und kam so nicht unverdient zur Pausenführung. In der zweiten Hälfte brachte Winningen gleich drei frische Kräfte und wollte trotz Unterzahl die Partie noch kippen. Die Gäste hatten dabei auch mehr vom Spiel, waren aber zu ungeschickt, um die TSV-Abwehr zu gefährden. Aus dieser fand der Gastgeber dann immer mehr freie Räume für seine schnellen Angriffe. Das 3:0 ließ Winningen schließlich sichtlich erlahmen. Die Mannschaft gab sich mehr und mehr auf und erlebte so noch ein Debakel.

Tore: 1:0, 2:0 Stefan Schliemann (15., 45.), 3:0 Jens Basener (68.), 4:0 Stefan Schliemann (74.), 5:0 Christian Hildebrandt (85.), 6:0 Sebastian Durrhack (88.); SR: Hahn (Beesenlaublingen), ZS: 135, Gelb-Rot: Norman Schmidt (Winningen, 45.)