Calbe (mnd). Das Ereignis wirft seine Schatten voraus. Am nächsten Wochenende steigt das erste Endspiel um den HVSA-Pokal. Ein Finalist ist bereits qualifiziert: Die SG Lok Schönebeck. Neben ihr streben auch die Handballer der TSG Calbe den Einzug an. "Es wäre ein Highlight für die ganze Region, mit vollen Hallen in beiden Spielen", sagt Interimstrainer Peter Weiß. Doch um an diesem Saisonhöhepunkt teilnehmen zu können, muss die TSG erst einmal den Tabellenführer der Sachsen-Anhalt-Liga bezwingen, den SV Grün-Weiß Wittenberg/Piesteritz. Anpfiff ist morgen um 15 Uhr.

"Es ist die weitaus größere Aufgabe. Sie setzen sich spielerisch ein wenig von den restlichen Teams der Liga ab ", sagt Weiß vor dem bevorstehenden Spiel gegen die Mannschaft aus der Lutherstadt. Vor allem der Rückraum um Thorsten Fuchs und Robert Szep-Kis ist eine Klasse für sich. Beide erzeugen Torgefahr, setzten den robusten Kreisspieler Andreas Olle in Szene und strahlen dabei stets Ruhe aus. "Vor allem Fuchs ist mit seiner Routine die halbe Miete", sind Weiß die Stärken der Gäste, gegen die die TSG im Hinspiel eindrucksvoll gewann, im Rückspiel nur knapp unterlag, bekannt. Es sind Stärken, die den Calbensern momentan fehlen. "Uns fehlt ein Leithammel", sagt Weiß, der dennoch sicher ist, dass dieses Spiel gewonnen werden kann. "Auf die Abwehr kommt es an, sie muss den Rückraum stellen."

Die Defensive ist momentan aber der einzige Teil, der Weiß Sorgen bereitet. Die Angriffsleistung und die Moral seiner Mannschaft, die lediglich ohne die Langzeitverletzten Toni Sens und Felix Kralik auskommen muss, ist intakt. Nicht die schlechtesten Vorzeichen für ein Wiedersehen mit Lok im Finale.