Die Ausgangslage ist klar: Die SG Lok Schönebeck ist im Finalrückspiel um den HVSA-Pokal unter Zugzwang. Die schwere Hypothek von fünf Treffern Rückstand aus dem Hinspiel (Endstand 24:29) lastet auf den Schultern der Mannschaft von Spielertrainer Matthias Schröder, und sie wiegt noch schwerer, da die TSG Calbe Heimspiel hat und vor heimischer Kulisse den Pokaltriumph perfekt machen kann. Anpfiff der Partie in der Calbenser Heger-Sporthalle ist heute um 17 Uhr.

Calbe/Schönebeck. Für TSG-Trainer René Linkohr ist es die perfekte Ausgangssituation, er hatte sich vor dem Hinspiel einen Vorsprung in dieser Größenordnung gewünscht. Dennoch sieht er in dem Ergebnis keine Vorentscheidung. "Der Fünf-Tore-Vorsprung ist ein Fakt, der steht. Aber das Spiel fängt dennoch wieder bei 0:0 an", räumt Linkohr beiden Teams Chancen ein, zumal er "ein vollkommen anderes Spiel" erwartet. Im Hinspiel war es eine überwiegend "faire Angelegenheit", nun erhofft er sich bei aller Rivalität einen ähnlichen Verlauf, er erwartet aber "mehr Härte".

Dieser muss und wird sich seine Mannschaft stellen, zumal sie bereits eine Hand am Pokal hat. Wer ihn schließlich mit beiden Händen umfassen darf, hängt für Linkohr von der Einstellung ab. "Die Mannschaft, die mehr Siegeswillen hat, gewinnt." Darüber hinaus sieht er die SG Lok unter Zugzwang: "Sie müssen sich etwas einfallen lassen, um die fünf Treffer aufzuholen."

Dieser Herausforderung werden sich die Schönebecker mit Sicherheit stellen. Lok-Spielertrainer Schröder bestätigt: "Wir werden noch einmal alles versuchen. Wir glauben an uns, ansonsten bräuchten wir garnicht hinfahren." Um die Sensation für die SG Lok perfekt zu machen, dürfen sich jedoch die Fehler aus dem Hinspiel nicht wiederholen. Schröder geht sogar einen Schritt weiter: "Wir müssen alles besser machen. Fünf Tore sind nur mit einer überragenden Leistung aufzuholen."

Personell sieht er seine Mannschaft gut gerüstet, bis auf Johannes Sternberg (Schulterverletzung) sind "alle Mann an Deck, alle sind gesund und fit". Bei der TSG fehlen die beiden Langzeitverletzten Toni Sens und Felix Kralik.

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