Glinde/Leipzig (okr). Den Tabellenführer geärgert und sich ordentlich verabschiedet: Trotz der 30:35 (14:17)-Niederlage beim LVB Leipzig überzeugte die SG Eintracht Glinde am letzten Spieltag der Mitteldeutschen Oberliga mit einer guten Leistung. "Das war eine anständige Vorstellung. Wir haben die Partie lange offen gehalten", sagte Eintracht-Chef Norbert Langoff.

Der Tabellenletzte und feststehende Absteiger reiste mit letztem Aufgebot zum neuen Meister und verkaufte sich von Beginn an gut. Philipp Klein brachte die Gäste mit 1:0 in Front. Bis zur 22. Minute hielt Glinde den Gegner in einer überaus fairen Partie (nur je eine Zeitstrafe) in Schach (13:13). Dann wurde Matthias Scheller bei einem Sprungwurf klassisch ausgehebelt und fiel auf den Rücken. Der Eintracht-"Shooter" musste bis zur 45. Minute auf der Bank bleiben, ehe er sich wieder etwas erholt hatte. Gleichwohl hielt Glinde den Rückstand zur Pause (14:17) und auch nach Wiederbeginn (22:24, 45.) in Grenzen. Maßgeblichen Anteil daran hatte Torhüter Steffen Oppenheimer, "der ganz stark gehalten hat". Und auch im Angriff wussten Andreas Lindemann (sechs Tore) und Christoph Frank (11) zu überzeugen. "Christoph hat sich in seinem letzten Spiel für uns nochmal reingehangen", lobte Langoff. Zudem erhielt Yves Steinweg in der Abwehr und Angriff viel Einsatzzeit, löste seine Aufgaben für Scheller gut.

Dass es trotz des zwischenzeitlichen 26:28 (53.) nicht zur Riesenüberraschung reichte, lag wohl an dem Mini-Kader der Eintracht und einem Leipziger Team, das sich auch am letzten Spieltag nicht die Butter vom Brot nehmen lassen wollte.

Glinde: Oppenheimer, Wiese (n.e.) - Klein (2/1), Langoff (2), Sowa (3), Scheller (6), Lindemann (6), Frank (11/1), Steinweg