Staßfurt (chj) l "Da müssen wir nicht um den heißen Brei reden, wir gehen als Außenseiter in die Partie", erklärt Nils Lässing, Trainer des HC Salzland 06. Der Handball-Drittligist tritt heute um 16 Uhr beim HC Leipzig II an.

Die Gastgeber stehen auf dem vierten Rang, der HCS hingegen auf dem neunten. Im Hinspiel überzeugte Leipzig durch ein temporeiches Spiel, einer kompakten Deckung und starken Offensive und gewann mit 32:27 (12:11). "Wir waren im zweiten Durchgang chancenlos. Uns wurden die Grenzen aufgezeigt", erinnert sich Lässing. "Die Mannschaft weiß um die schlechte Halbzeit und ist auf Wiedergutmachung aus."

Ganz chancenlos sieht Lässing seine Schützlinge dann aber doch nicht. "Wenn wir an die Deckungsleistung der Wismar-Partie anknüpfen können - und wenn Leipzig nicht in bester Form ist - haben wir eine Chance." Lässing sah in den vergangenen beiden Partien eine deutliche Leistungssteigerung seiner Frauen. "Deckung ist Kampf - Angriff ist Vergnügen."

Doch auf die Offensvie wird es ebenfalls ankommen. "Wir werden versuchen, im Angriff sicherer zu agieren und dürfen den Gegner nicht mit leichten Ballverlusten stärken", fordert der Coach. Bis auf die verletzte Maria Geipel stehen Lässing alle Spielerinnen zur Verfügung.

Lässing hat großen Respekt vor den Leipzigern: "Sie sind das Nachwuchsteam eines Spitzenteams aus Deutschland und sind vor allem im athletischen Bereich überlegen. Das zeigt sich im Tempo und in der Handlungsschnelligkeit. Das ist schon ein anderes Level als bei uns."

Dr. Marion Mendel, Trainerin des HC Leipzig II, geht trotz drei überzeugender Erfolge im Rücken nicht übermütig in das Heimspiel. "Wir sind uns der Schwere der Partie bewusst, es wird sicher kein Selbstläufer. Wir müssen sehen, wie wir das gegnerische Abwehrbollwerk überwinden können. Wir sind ein junges Team, das nach wie vor an der Stabilität feilt. Taktisch werden wir gegen den HCS situativ reagieren."