Der Spitzenreiter der Handball-Verbandsliga war zu Gast beim ärgsten Verfolger, es fielen 64 Treffer und die Punkte wurden geteilt: Der SV Wacker Westeregeln trennte sich im Spitzenspiel mit 32:32 (15:13) vom SV Eintracht Gommern. 500 Zuschauer sorgten für eine hervorragende Stimmung.

Westeregeln l Mehr Spitzenspiel geht nicht: torreich, stimmungsgeladen und von einer beeindruckenden Kulisse getragen - einen Sieger gab es am Ende zurecht nicht.

Die Gäste fanden gut in die Partie, führten nach fünf Minuten mit 3:1. Doch Wacker wachte auf, ging seinerseits mit 4:3 in Führung. In der neunten Minute schwächte sich Gommern selbst. Jens Schmidt war es, der seine Nerven nicht im Griff hatte und für eine unnötige Tätlichkeit an Andy Rothe mit Rot von der Platte musste. Das stärkte die Gastgeber, die in der 19. Minute ein Vier-Tore-Polster herausspielten. Aber Gommern zeigte Moral, verkürzte. Immer wieder parierte Robin Salm im Wacker-Kasten, hielt so die Pausenführung fest. Im zweiten Durchgang wurde es ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Kein Team konnte sich entscheidend absetzen, die Führung wechselte mehrfach die Seite. Am Ende hätten beide Teams sogar gewinnen können. Clemens Grafenhorst vergab einen Siebenmeter für Wacker, im Gegenzug verpasste Gommern einen Treffer. So war es unterm Strich eine gerechte Punkteteilung.

"Letztendlich bin ich zufrieden", erklärte Matthias Zeidler, Trainer des SVW. "Aber es war mehr drin. Es ist schon ärgerlich, dass wir den Sack nicht zugebunden haben."

Wacker Westeregeln: Salm, Pierschalla - Grafenhorst (8/2), Rothe (1), Thamm, Jakobi (2), Feldheim (1), Gorges (1), Laschke (2), Mack (6), Klockmann (7), Deutscher (4), Libscher

Siebemeter: Wacker 3/5 - Gommern 3/5; Zeitstrafen: Wacker 3 - Gommern 5; Rot: Jens Schmidt (Tätlichkeit, 9. Minute, Gommern)