Landsberg (chj) l Es bleiben weiterhin fünf Punkte bis auf den rettenden zwölften Rang der Sachsen-Anhalt-Liga. Die Handballer des HV Rot-Weiss Staßfurt II unterlagen beim Landsberger HV mit 21:31 (9:15), da die Ausfälle einfach nicht zu kompensieren waren.

Fünf Akteure fehlten den Gästen in Landsberg. Vor allem in der Offensive machte sich bemerkbar, dass Thomas Jesse nicht dabei war. Seine Wurfstärke fehlte den Gästen. Hinzu kam, dass Marian Spadt und Martin Dittmar angeschlagen waren. "Uns haben die Shooter gefehlt", erklärte Mario Kutzer.

So kam es, dass in Angriffen zu selten der Abschluss gesucht wurde. "Der Ball lief zu lange. Irgendwann kam dann stets Unruhe auf. Keiner traute sich Würfe zu. Oft resultierten daraus Fehlpässe."

Mit seiner Defensive war Kutzer hingegen zufrieden. "Wir haben in der Deckung viele Bälle abgefangen. Doch in der Offensive wurden die Ballgewinne nicht verwertet." Im Vorfeld erklärte der Staßfurter Coach, dass der Schlüssel zum Erfolg in der Defensive läge.

Von Beginn an zeigte sich, dass die Gastgeber besser aufgestellt waren. Sie legten mit 3:0 vor, bauten den Vorsprung weiter aus, führten zwischenzeitlich mit 7:1. Die Gäste erwachten spät, holten leicht auf (5:9), lagen zur Pause dennoch mit sechs Toren hinten.

"In der Halbzeit waren die Köpfe natürlich unten. Aber wir wollten uns wieder aufrappeln, nach dem Motto: Wenn nicht jetzt, wann dann?", sagte Kutzer. "Wir haben gedacht, das Ruder nochrumreißen zu können. Doch uns fiel keine richtige Lösung ein."

So liefen die Rot-Weissen die meiste Zeit einem Rückstand von fünf oder sechs Toren hinterher. In den letzten zehn Minuten zog Landsberg dann zum 31:21-Endstand davon.

"Die vielen Ausfälle waren die Hauptursache. Landsberg produzierte ebenfalls Fehler, doch wir haben diese nicht bestraft. Am Ende war die Niederlage auch in der Höhe angemessen", lautete das Urteil des Staßfurter Trainers.

HV Staßfurt II: J. Stein, A. Jesse - Engelhardt (2), A. Stein, Richter (1), Ilgenstein, Gödde (1), Loose (9/5), Bönecke, Dittmar (4), Panzer, Jedlitschka (3), Spadt (1)

Siebenmeter: LHV 4/3 - HVS II 5/5; Zeitstrafen: LHV 7 - HVS II 6