Staßfurt (nbr/chj) l In diesem Jahr richtete die ZLG Atzendorf den zentralen Abschlussspieltag der Volleyball-Landesklasse Nord aus. Da die Sporthalle in Förderstedt noch immer gesperrt ist, musste kurzfristig eine neue Lösung gefunden werden. Dank der Sportfreunde aus Staßfurt konnten die Spiele dann aber wie geplant im Dr. Frank Gymnasium stattfinden. Für Atzendorf ging es um alles. Da die Gegner beide direkte Tabellennachbarn waren, bestand die Möglichkeit noch auf den letzten Platz in der Gruppe abzurutschen. Gegen Lindau sollte dies gleich im ersten Spiel verhindert werden.

Bis zum 8:7 fand ein Abtasten auf beiden Seiten statt, dann legte Atzendorf den Hebel um und setzte Lindau mit schlagkräftigen Angriffen zunehmend unter Druck. Der Vorsprung von 22:16 wurde dann aber noch verspielt. Eine Fehlerserie von acht Punkten in jedem Satz auf Seiten der ZLG verhinderte, trotz der guten Angriffsleistung insbesondere von Michael Dennstädt und Christopher Bochow, den Erfolg gegen die Spielgemeinschaft. Kurz darauf besiegte Lindau auch den USC Magdeburg III, was bedeutete, dass Atzendorf es noch selbst in der Hand hatte, dem letzten Platz fern zu bleiben.

Im ersten Satz gab es wieder die Chance für die zweite Garde der ZLG, sich zu beweisen und Erfahrung im "Spielalltag" zu sammeln. Es erfolgte jedoch nur wenig Gegenwehr, bis zum Endstand von 25:9 für den USC III. Der Sieg musste her und somit sollte es fortan der Stammsechser wieder richten. Obwohl die Sätze zwei bis vier hart umkämpft waren, brachten sie noch keinen Sieger hervor - Ein Tiebreak musste her. Die ZLG gab sich trotz des Rückstandes von 6:8 zum Seitenwechsel nicht auf. Claus Peter Hoffmann zeigte all seine Erfahrung und war gleich viermal im Block erfolgreich. Die Partie ging am Ende verdient an Atzendorf.

Die Philosophie der Mannschaft ging in der abgelaufenen Spielzeit auf: Jeder durfte spielen und alle hatten Spaß. Die jungen Volleyballer haben zum Teil einen großen Leistungssprung gemacht. Mit nunmehr 13 spielberechtigten Sportlern blickt die ZLG zuversichtlich auf die nächste Saison. Trainer Michael Tölk zeigte sich am Ende ebenfalls zufrieden und meinte, dass "die Saison eine Steigerung zum letzten Jahr bot." Das System wird allmählich verinnerlicht, benötigt aber noch die ein oder andere kleine Korrektur. ,,Ein guter Wein muss reifen und wir sind ein guter Jahrgang", erklärte Tölk.

ZLG Atzendorf: Tölk, Dennstädt, Braunroth, Melle, Frank, Schellhas, Scholze, Bochow, Buchholz, Köpke, Hoffmann, Melle, Heide