Atzendorf (chj) l Die ZLG Atzendorf (10.) empfängt morgen um 15 Uhr den FSV Rot-Weiß Alsleben (15.) zum 21. Spieltag der Fußball-Landesklasse. Die Rollen scheinen klar verteilt, zumal die ZLG in der Hinrunde sich deutlich mit 3:0 durchsetzen konnte. Doch diesen Sieg fuhren sie in der Fremde ein, nun kommt der Tabellenvorletzte nach Hause. Und die Atzendorfer sind in der Liga nicht unbedingt für ihre Heimstärke bekannt.

Erst zehn der insgesamt 25 Punkte wurden zu Hause erspielt. "Natürlich ist es unser Bestreben, den Zuschauern ein vernünftiges Spiel zu bieten. Sie sollen nicht ständig auf die Uhr schauen müssen und bangen. Wir wollen es von Anfang bis Ende deutlich gestalten", erklärt Steffen Grohe aus dem Trainergespann mit Bernhard Knoll.

Außerdem warnt der Trainer davor, sich aufgrund des Hinspiels zu sicher zu fühlen. "Alsleben hat drei Tschechen im Team, die uns gehörig Probleme bereitet haben. Und damals waren sie noch nicht so gut eingespielt wie heute." Eine weitere Stärke sieht Grohe in der "routinierten Abwehr". Es werde darum gehen, die Lücken in genau dieser zu finden und zu nutzen. Die Gäste kassierten bisher 61 Gegentreffer, die Atzendorfer hingegen 47.

Doch Grohe warnt vor Leichtsinnigkeit. "Wir sind nicht in der Form, um hochnäsig zu sein." Er forderte zwar einen Sieg auf heimischen Rasen, und zwar "egal wie". Der Coach ist sich sicher, dass mit drei weiteren Zählern auf dem Konto das Kapitel "Abstiegskampf" erfolgreich zugeschlagen werden kann. "Ich bin da optimistisch."

Dass auch Alsleben dieses Kapitel noch nicht abgehakt hat, bewiesen sie zuletzt eindrucksvoll mit einem 3:0-Sieg über den Oscherslebener SC II. Vier Punkte trennen den FSV vom rettenden 13. Platz, den derzeit Osterwieck belegt.

Es fehlen: Kay Faatz, Robert Stange (beide verletzt), Sven Wolter, Andreas Spangenberger (beide fraglich)