Blankenburg (sbö/chj) l Die Bode-Runners der Gaensefurther Sportbewegung stecken nach der Winterpause bereits mitten in ihren ganz speziellen Trainingsplänen. Bis zu 100 Wochenkilometer stehen mitunter auf dem Programm, wobei der milde Winter bisher eine optimale Vorbereitung zuließ. Als erstes großes Highlight des Jahres steht im April der Marathon in Leipzig auf dem Plan. Da passte der beliebte Regensteinlauf mit seinem anspruchsvollen Höhenprofil als Testlauf bestens. Unter den zwölf Startern der Gaensefurther Sportbewegung fieberte auch Debütantin Sibylle Schäper ihrem ersten Wettkampf entgegen.

"Ihr habt mich doch garantiert für die zehn Kilometer angemeldet", spekulierte Schäper bei der Ausgabe der Startnummern. "Keineswegs", beruhigte Trainer Lutz Klauß. Der Anstieg zum Regenstein war heftig genug, da ist die 5,7 Kilometer-Strecke für einen Anfänger fordernd genug.

Im Startblock wurde noch heftig diskutiert, ob das Langarmshirt vielleicht doch zu warm wird und wann unterwegs mit den Getränkestellen zu rechnen ist, als bereits der Schuss aus der Startpistole fiel. Der Trupp mit 300 Läufern setzte sich in Bewegung. Der erste abschüssige Kilometer ging schnell vorbei und nach dem Überqueren der B6n verschwand die Läuferkette bald im dichten Wald. So sahen die Zuschauer "das Elend" nicht, denn erst auf 289 Höhenmetern wartete das erlösende Burg-plateau.

Eine Runde zum Luft holen blieb, bevor die ganze Konzentration dem rasanten Abstieg galt. Im Augenwinkel erspähte der Trainer noch seinen Schützling. Schäper hatte nur noch wenige Meter Anstieg bis zur Burgruine, dann konnte sie ihren Rückweg zum Stadion austrudeln lassen.

Auf der Zehn-Kilometer-Strecke sprintete indes der Hecklinger Stephan Törmer im Dienste des SC Magdeburg seinem zweiten Platz in der männlichen Jugend A entgegen. Bode-Runner Claudia Meier freute sich am Ende über eine Zielzeit unter einer Stunde, während Triathlet Jürgen Eisfeld ebenfalls seine Frühform bestätigen konnte und Platz zwei in der Altersklasse M 70 belegte. Nur Renate Liedtke war mit ihrer Zeit weniger zufrieden und meinte, sicher die Letzte ihres Laufes gewesen zu sein - was sie mit Rang fünf jedoch gar nicht war.

Außerhalb der Wertung, starteten Ina Schöler (ZLG Atzendorf), Sabine Börner und Petra Becker auf der Männerstrecke über holprige 14,3 Kilometer. Dort wurden nur die Gesamtplätze eins bis drei prämiert, was Ina Schöler jedoch nicht davon abhielt, wieder einmal auf das oberste Siegertreppchen zu steigen. Und noch ein erfolgreicher Triathlet der Gaensefurther Sportbewegung: Torsten Blauwitz errang über den langen Kanten den zweiten Platz in der Altersklasse M 40.