Spergau (nrc) l Es war wohl in der Tat der dünnen Personaldecke geschuldet, dass die Handballer des SV Germania Borne in der Sachsen-Anhalt-Liga mit 27:32 (14:17) bei der SG Spergau unterlagen. Sowohl auf Torgarant Steffen Halfpap als auch auf Jörg Friedrich musste das Trainergespann Andreas Lampe und Sven Klippstein verzichten. Das Ziel, sich so teuer wie möglich zu verkaufen, ist Borne allerdings gelungen. "Die Mannschaft hat wirklich gut mitgehalten", lobte Lampe seine Sieben.

Doch durchgängig konnten die Gäste das hohe Tempo der Spergauer nicht mitgehen. Der Gastgeber, der eine volle Bank zur Verfügung hatte, konnte munter durchwechseln, während Borne nur ein Auswechsel-Spieler zur Verfügung stand. Die Personallage verschärfte sich, als sich Guido Lahne im Zweikampf auch noch einen Nasenbeinbruch zuzog. "Das war allerdings nicht vom Gegner beabsichtigt", betonte Lampe. "So etwas passiert, auch wenn es natürlich nicht schön ist." Lahne hatte zu diesem Zeitpunkt bereits drei Treffer erzielt.

Von Beginn an setzte sich der Gastgeber mit zwei Toren ab (4:2). Allerdings konnte er diesen Vorsprung auch nicht erhöhen, dafür kämpfte Borne zu sehr und blieb so dran. Vor allem Sebastian Scholz bestach in Topform. Mit insgesamt zehn Treffern, davon zwei verwandelte Siebenmeter, war er der erfolgreichste Akteur der Gäste. "Sebastian hat ein gutes Händchen", lobte Lampe. Außerdem hob er Bastian Krautwald im Tor hervor. "Er hat uns im Spiel gehalten."

Zudem gelang es der Germania in der ersten Hälfte durch ruhiges und langes Passspiel, das Tempo der Partie zu drosseln. Dennoch erspielte sich die SGS bis zum Halbzeitpfiff ein Polster von drei Toren (17:14).

Nach dem Wechsel war Borne dann der Spielermangel anzumerken. Zudem leisteten sich die Gäste in der Mitte der zweiten Halbzeit eine kurze Schlafphase. "Dadurch konnte Spergau den Vorsprung erhöhen", erklärte Lampe. In dieser Phase gelang auch im Angriff nicht alles bei Borne und fünf Minuten lang konnten die Gäste keinen Treffer erzielen.

Somit musste die Germania den Gastgeber zum 27:35-Endstand ziehen lassen. Doch trotz der Niederlage war Lampe zufrieden mit seiner Mannschaft. "Fünf Tore Differenz sind letztlich in Ordnung."

Nun wartet eine Spielpause von zwei Wochen auf Borne. Diese Zeit wollen die Trainer nutzen, um den angeschlagenen und verletzten Spielern die Möglichkeit zu geben, sich richtig zu erholen.

SV Germania Borne: Krautwald, Kowalksi - Schulke, Scholz (10/2), Wartmann (1), Hohmann (5), Lahne (3), Prosowski (2), Schafflik (1), Jens Friedrich (4)

Siebenmeter: Borne 3/2 - Spergau 5/3; Zeitstrafen: Borne 3 - Spergau 2