In der Sachsen-Anhalt-Liga kamen die Handballer des HV Rot-Weiss Staßfurt II beim Tabellenführer SV Langenweddingen mit 28:43 (9:12) unter die Räder. Doch Staßfurt kann noch das rettende Ufer erreichen und den Abstieg verhindern.

Langenweddingen l Es war der Kampf David gegen Goliath. Das wussten auch die Gäste, wollten sich aber dennoch so teuer wie möglich verkaufen. Dies gelang allerdings in der ersten Halbzeit nicht wirklich. "Wir haben sehr schwer ins Spiel gefunden", konstatierte Trainer Mario Kutzer. Von insgesamt 28 Möglichkeiten brachte seine Sieben nur neun im Kasten der Gastgeber unter. Die Chancen waren also da, "es haperte nur am Abschluss", so Kutzer. Die meisten Bälle blieben an der starken Deckung der Langenweddinger hängen und wenn doch einmal ein Ball seinen Weg durch den Block fand, hielt ihn der Keeper des SVL fest. "Er war ziemlich stark", erkannte auch der HVS-Coach an.

In der zweiten Hälfte gelang der Abschluss bei den Gästen etwas besser. Immerhin konnten fast 20 Treffer mehr erzielt werden. Vor allem Kevin Engelhardt, Thomas Jesse und Christian Gödde "bissen die Zähne zusammen" und kämpften trotz des immer größer werdenden Rückstands weiter. Frustrierender war die Arbeit dagegen für Jan Stein und Andreas Jesse im Staßfurter Tor, denn am Ende konnte der SVL 43 Treffer verbuchen. "Wir haken die Partie ab und konzentrieren uns auf die nächsten Spiele", betonte Kutzer. Am Sonnabend steht das Halbfinale im HVSA-Pokal an. Gegner ist der frisch gebackene Aufsteiger aus der Verbandsliga Süd, die SG Kühnau.

HVS II: Andreas Jesse, Jan Stein - Engelhardt (6), Andreas Stein (1), Richter (1), Thomas Jesse (5/1), Gödde (8), Loose (5), Bönecke, Dittmar (2), Panzer, Spadt

Siebenmeter: Staßfurt 1/1 - Langenwedingen 9/8; Zeitstrafen: Staßfurt 5 - Langenweddingen 2; Rot: Martin Dittmar (3x2 Minuten, 59.), Matthias Loose (Foulspiel, 49.) - beide Staßfurt -