Frauen-Handball l Aschersleben (chj) Eigentlich kann es doch gar nicht schief gehen, angesichts der gebündelten Motivation, die die Handballerinnen des HC Salzland 06 vespüren dürften. Die morgige Partie gegen den MTV Altlandsberg, die um 15 Uhr im Ascherslebener Ascaneum beginnt, ist nicht nur das letzte Heimspiel der laufenden Drittliga-Saison. Es ist gleichzeitig die große Chance, die zurückliegende Pleite in Buxtehude auszubügeln. Hinzu kommt, dass der HCS das Hinspiel denkbar knapp mit 24:25 verlor und deswegen eine Rechnung offen hat.

"Es gibt kein Wenn und Aber, wir wollen die Partie unbedingt gewinnen", gibt Trainer Nils Lässing die Marschroute unmissverständlich vor. "Zwei Zielstellungen haben wir bereits erreicht. Wir wollten nicht absteigen und 20 Punkte auf dem Konto haben. Mit einem Sieg würden wir auch das dritte Ziel verwirklichen, nämlich einen einstelligen Tabellenplatz." Trotz der Kampfansage betont der Coach, dass die Rechnung nicht ohne den Gegner aufgestellt werden dürfe. "Die Altlandsberger sind ein unangenehmer Gegner, routiniert und einsatzfreudig."

Lässing rechnet mit einem starken Auftritt seiner Sieben. "Nach der Niederlage in Buxtehude will sich die Mannschaft selbst beweisen. Die Leistung hat jeden geärgert. Die Spielerinnen waren sehr selbstkritisch." Vor allem in der Rückwärtsbewegung ließ der Einsatz zu wünschen übrig. Umso heißer seien die "Wildgänse", nun zu zeigen, dass sie es besser können. Einzig Marie Knappe wird voraussichtlich verletzungsbedingt fehlen.

Dass die Salzländer Bilanz in Aschersleben nicht die beste ist, interessierte den Trainer nicht. "Das ist ein Aberglaube. Wir haben überall Rückenwind oder eben Gegenwind. Und an unseren Fans liegt es schon mal gar nicht."