Wulferstedt (chj) l Drei Spieltage vor dem Saisonende der Fußball-Landesklasse hat sich die ZLG Atzendorf mit einem 1:1 (0:0)-Unentschieden bei der SG Germania Wulferstedt den Ligaverbleib gesichert. "Der Punkt war Gold wert", freute sich Bernhard Knoll aus dem Trainergespann mit Steffen Grohe, wenngleich die offene Rechnung nicht vollends beglichen werden konnte.

Als Tabellenelfter reiste die ZLG alles andere als mit der Favoritenrolle zum Drittplatzierten. Hinzu kam die weiterhin äußerst angespannte Personallage. Außerdem erzeugte der unbedingt Wille, das bittere 3:4 aus dem Hinspiel auszubügeln, als es den Atzendorfern gleich zweimal nicht gelang, eine Zwei-Tore-Führung zu verwalten, zusätzlichen Druck. "Angesichts der Umstände und des Spielverlaufs bin ich zufrieden", erklärte Knoll.

Die ZLG war darauf bedacht, die Null zu halten und in der Defensive mit Stabilität aufzuwarten. "Wir wussten, dass die Wulferstedter wie die Post beginnen", so Knoll. Er behielt recht. So musste Torhüter Sascha Eisenträger seine Qualitäten frühzeitig unter Beweis stellen und seine Elf im Rennen halten. Doch auch Atzendorf hatte Chancen. Wie etwa durch Stefan Rock, der kurz vor der Pause einfach mal aus 35 Metern abzog. Sebastian Sievers lenkte den Ball mit den Fingerspitzen ans Lattenkreuz.

Nach dem Seitenwechsel dauerte es keine drei Minuten bis Atzendorfs Torjäger Nummer eins seines Amtes waltete. Sebastian Tolle köpfte einen von Arthur Knoll getretenen Freistoß zur Führung ein. Doch der Jubel währte nicht lange. Nur drei Minuten später verschätzte sich Eisenträger nach einem Freistoß und René Jahn glich aus. Es blieb beim 1:1.

"Defensiv standen wir sehr stabil und konnten nur beim Gegentreffer nicht klären. Im Mittelfeld hatten wir unsere Probleme", schätzte Knoll ein. Dennoch freute er sich angesichts des sechsten überstandenen Jahres in der Landesklasse.

ZLG Atzendorf: Eisenträger - Ebeling (75. Sonnefeld), Voigtländer, Faatz, Linsdorf, Stange, Sura, Gehrke (53. Maier), S. Rock, A. Knoll, Tolle

Tore: 0:1 Sebastian Tolle (48.), 1:1 René Jahn (51.); SR: Dustin Neumann; ZS: 113