Bei satten 53 Treffern am 27. Spieltag der Fußball-Salzlandliga verwundert es wenig, dass sich vor allem die Offensivabteilungen für die "Elf des Tages" empfohlen haben. Nach dem 8:2-Erfolg der TSG Unseburg/Tarthun über die Calbe-Reserve hätte Trainer Tino Kirst am liebsten all seine Schützlinge nominiert.

Salzlandkreis l Calbes Co-Trainer hatte an der Klatsche "schwer zu arbeiten" und Mühe, einen Akteur herauszuheben. Vielleicht war Torhüter Eric Baer, der aus personellen Gründen hinter den Spitzen auflief und sogar einen Treffer erzielte, eine rühmliche Ausnahme. Kirst hingegen hatte eher die Schwierigkeit, einen Spieler zu finden, der keine Nominierung verdiente. Das gesamte Mittelfeld überzeugte ihn. Vor allem an Dreifach-Torschütze Anee-Jan van der Velde führte kein Weg vorbei. "Läuferisch gab er 120 Prozent, eine klasse Leistung. Das war nah an dem, was die Salzlandliga aufbieten kann", lobte Kirst. Zusammen mit Sven Stanko und den beiden Außen, Daniel Gilz und Torsten Fräsdorf, sowie dem offensiven José Mundt war das Mittelfeld unter Kontrolle.

Im Abstiegskampf eroberte der Schönebecker SC II drei wichtige Punkte gegen Nienburg. Dabei fielen Coach Marko Ulbrich vor allem Verteidiger Konrad Anacker und Stürmer Sebastian Guhde auf. "Konrad war super solide, mit hervorragenden Zweikampfwerten. Sebastian hat stark gearbeitet und zwei Konter gut vollendet."

Drohndorf/Mehringen sicherte sich beim Egelner SV Germania die Meisterschaft. Anders als beim anschließenden Feiern, "als eine geschlossene Mannschaftsleistung herrschte", stach während der Partie laut Trainer Sebastian Otte Dennis Klein heraus. "Was Einsatz und Zweikampfverhalten angeht, war Dennis die Nummer eins. Er rannte wie ein junges Wiesel und zog die anderen dadurch mit." Auch Gierslebens Coach Werner Brähmer war von den weiten Wegen, die sein Stürmer Martin Volkmar gegen Eickendorf zurücklegte, beeindruckt. "Ein echtes Laufwunder", lobte Brähmer.

Die Eickendorfer trennten sich 3:3 von Giersleben - mit drei Treffern des 18-jährigen Philipp Schmoldt. Der BSV lag 1:3 hinten, aber "Philipp hat sich nicht hängen lassen", erkannte Coach Marco Schmoldt an. Das volle Lob bekam auch Verteidiger Jan Rettinghaus ab, der "mit Abstand sein bestes Saisonspiel gezeigt hat".

Felgelebens Martin Glaser verpasste trotz drei Treffern den Sprung in die Auswahl, da er laut Coach Thoralf Voß zu viele weitere Gelegenheiten ausließ. Dafür überzeugte Vorstopper Christian Jahne. Nach dem 3:5 bei Wacker war laut Trainer Nils Heinemann Torwart Sascha Scherbaum der beste Mann bei Warthe - bei fünf Gegentoren bezeichnend für die Leistung Hakeborns.