Nach einer passablen ersten Hälfte gegen den BSV 93 Magdeburg brach der SV Germania Borne ein und unterlag mit 22:36 (14:17). Trotz der Packung überwog die Zufriedenheit. Denn als Aufsteiger konnte die Germania den Verbleib in der Sachsen-Anhalt-Liga sichern.

Egeln l "Mein Trainerkollege Sven Klippstein und ich haben gewusst, dass die Luft nach einer langen Saison allmählich raus ist", erklärte Bornes Coach Andreas Lampe. Er sollte recht behalten, fuhr aber fort: "Ich werde einen Teufel tun, nun über das Ergebnis zu meckern. Wir haben unser Saisonziel erreicht. Außerdem sind wir wieder mit dem letzten Aufgebot angetreten." Erneut mussten drei Akteure aus der Reserve aushelfen, darunter auch Thomas Hagemeyer, der an seinem 30. Geburtstag auf der Platte stand. "Ich hätte ihm natürlich einen Sieg gegönnt, aber es sollte nicht sein", sagte sein Trainer.

Zur Pause war die Borne-Welt noch in Ordnung. "Gegegen den Tabellendritten mit drei Toren hinten zu liegen, war absolut akzeptabel", blickte Lampe zurück. Christian Fink setzte Sebastian Scholz linksaußen häufig gut in Szene, der dann Eins-gegen-Eins-Situationen suchte und meist Sieger blieb. Außerdem hatte Oliver Schulke einen guten Tag.

Angesichts der namhaften Ausfälle musste das Borner Spiel oft über Außen oder die Mitte verlaufen, der Rückraum blieb harmlos. "Uns fehlten die Kanoniere", wusste Lampe. So war das Germania-Spiel ausrechenbar für den BSV, dessen Deckung entsprechend stabil stand. Die eigene Defensive ließ zum Ende der ersten Halbzeit, nachdem Klippstein und Lampe eine Auszeit scheinbar sinnvoll nutzten, ebenfalls nichts mehr anbrennen. "Die Leute wurden gut übergeben, niemand ließ sich mitziehen. Wir haben den Gegner zum Ende des ersten Durchgangs im Griff gehabt", lobte Lampe.

Doch nach dem Seitenwechsel lief bei den Gastgebern gar nichts mehr zusammen. "Wir sind völlig untergegangen", urteilte der Trainer. Die Germanen erzielten lediglich noch acht Treffer, kassierten im Gegenzug jedoch satte 19, sodass es am Ende eine deutliche Sache wurde. "Es reicht nicht, wenn nur ein oder zwei Akteure Normalform an den Tag legen. Vor allem der Angriff war zum Ende hin platt."

Erneut erlag Germania der angespannten Personalsituation. "Aus der ersten Reihe blieb uns ja erneut nur der letzte Rest." Es sei spürbar, dass immer wieder Akteure aus der Zweiten einspringen müssen. Zwar hängen diese sich stets voll rein, aber "der Unterschied zwischen der Bezirksliga und der Sachsen-Anhalt-Liga ist groß", betonte Lampe. Der Trainer ist nach der langen Saison froh, "nun erstmal abzuschalten. Die Jungs haben sich eine Pause verdient."

Germania Borne: Krautwald, Kowalski - T. Halfpap, Fink (2), Schulke (7), Scholz (9/1), Prosowski (1), Schafflik (2), Lahne (1), Neugebauer, Jens Friedrich, Hagemeyer

Siebenmeter: Borne 1/2 - BSV 5/5; Zeitstrafen: Borne 5 - BSV 4