Westerhausen (chj) l Es gibt sicherlich keine guten Zeitpunkte für Gegentreffer, aber es gibt zweifelsohne schlechte. Das bekam auch die ZLG Atzendorf beim SV Westerhausen zu spüren. Der Tabellenzweite der Fußball-Landesklasse sicherte sich mit einem frühen und einem späten Doppelschlag einen 4:0 (2:0)-Sieg. Schon die Vorzeichen waren nicht die besten. Das Atzendorfer Lazarett war viel zu groß, um sich in Westerhausen Zählbares auszurechnen.

Bereits nach acht Minuten bewies Friedrich Reitzig seine Torjäger-Qualitäten und brachte die Gastgeber in Führung. "Er stand, wo er stehen musste", erkannte Steffen Grohe aus dem Trainergespann mit Bernhard Knoll an. Der Ärger über das 0:1 dürfte kaum verflogen gewesen sein, da fiel auch schon das 0:2.

In der Folge bangten die Gäste. "Zehn Minuten lang hatten wir Angst, dass wir eine richtige Packung bekommen. Aber wir haben uns wieder gefangen und uns Chancen erarbeitet." Die Partie verlief nun über weite Strecken ausgeglichen, wenngleich Westerhausen mehr Tempo an den Tag legte. Die besten Atzendorfer Gelegenheiten hatten Steffen Linsdorf, Stefan Rock und Kay Faatz, doch ein Treffer blieb aus. Dafür jubelten kurz vor Abpfiff die Gastgeber, die binnen drei Minuten das 4:0 sicherten. Erneut waren es Reitzig und Ronny Borchardt, die die mangelnde Konzentration der Gäste bestraften. "Mit dem 0:2 hätten wir leben können, am Ende wurde es ärgerlich. Wir haben zweimal kurz geschlafen", monierte Grohe.

ZLG Atzendorf: Eisenträger - Maier (73. Kutz), Voigtländer, Faatz (81. Brüggemann), Linsdorf, Ebeling, Pfeifer (60. Schäfer), Sura, Gehrke, S. Rock, Knoll

Tore: 1:0 Friedrich Reitzig (8.), 2:0 Ronny Borchardt (10.), 3:0 Friedrich Reitzig (87.), 4:0 Ronny Borchardt (90.); SR`in: Miriam Schweinefuß; ZS: 65