Als Absteiger aus der Landesliga war es für die Fußballer des SV 09 Staßfurt eine Reise ins Ungewisse. Am Ende sprang der neunte Platz heraus - ein Resultat, das den eigenen Ansprüchen nicht gerecht wurde.

Staßfurt l "Es war eine schwierige Saison", blickte Co-Trainer Axel Quednow zurück. "Mit dem Tabellenplatz sind wir nicht zufrieden. Aber am Ende standen wir da, wo wir hingehören." Der Coach spielte damit auf die schwankenden Leistungen seiner jungen Mannschaft an. Vor allem gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte setzte es Niederlagen, die so nicht geplant waren. "Wir haben zu viele Punkte liegenlassen."

Dabei entpuppte sich die Chancenverwertung als ein großes Manko. Oft ging der SV 09 in Führung, gab aber die Punkte dennoch aus der Hand. Zwar waren die Staßfurter nie auf Ergebnisverwaltung aus, "denn das ist nicht unsere Sache", aber zu häufig gelang der zweite Treffer nicht. Oft waren es Unkonzentriertheiten und Fehler im Stellungsspiel, die postwendend zu Gegentreffern führten. "Das Umkehrspiel passte oft nicht, da sind alle gefordert."

Einen bedeutsamen Grund dafür sah der Coach im niedrigen Durchschnittsalter der Mannschaft. "Schwankende Leistungen sind deswegen normal." Quednow hofft, dass seine Schützlinge "ruhiger und erfahrener" werden. In einer so jungen Mannschaft machte sich die lange Verletzungspause insbesondere von Kapitän Sven Limpächer bemerkbar. "Mit seiner Erfahrung hat er uns sehr gefehlt." Nach langer Verletzungspause stieß auch Danny Reuscher wieder in den Kader und sorgte vor allem mit seiner Kopfballstärke für Gefahr.

Felix Jesse mit elf Treffern interner Torschützenkönig

Zum Ende der Saison bewies insbesondere Felix Jesse seine Qualitäten. Mit elf Treffern wurde er interner Torschützenkönig. "Wenn er seine Leistung abruft, ist er eine wichtige Stütze für uns", erklärte sein Trainer. Auch Marcel Mähnert belebte als Außenverteidiger das Angriffsspiel mit seinen gefährlichen Vorstößen. "Er setzte wichtige Impulse. Wir sind froh, dass wir ihn haben."

Für die neue Saison wünscht sich Quednow vor allem weniger Gegentore, da 67 "einfach zu viele waren". Aber auch in der Offensive hofft er auf mehr Konsequenz. "Dann springen auch wieder mehr Punkte heraus", erklärt der Coach ehrgeizig. Trainingsauftakt ist für die Staßfurter am 7. Juli. Von da an gilt es, darauf hinzuarbeiten, dass die kommende Spielzeit den eigenen Ansprüchen gerecht wird.

 

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