Staßfurt (chj) l In der Vorsaison marschierten die Tischtennis-Damen des TTC "Glück Auf" Staßfurt in der Verbandsliga mit 17 Siegen aus 18 Partien souverän zum Titel. Nach reiflicher Überlegung lehnten sie jedoch den Aufstieg ab und bereiten sich nun auf die neue Spielserie vor.

Finanziell wäre es wohl auch in der Oberliga realisierbar gewesen, wenngleich die weiten Fahrten ein wichtiger Faktor waren. Doch vor allem die Spielstärke im oberen Paarkreuz hätte nach Einschätzung von Luisa Windirsch und Petra Linow Probleme bereitet. "Es wäre sehr schwer geworden", erklärte Windirsch. Linow ergänzte: "Der Leistungsunterschied zur Verbandsliga ist enorm." Der Weggang von Ines Schünemann hinterließ ein Loch. Zwar wechselte Alyssa Zeitz an die Bode, doch "wir müssen abwarten, wie sie sich einfügt", sagte Windirsch. Menschlich sei sie jedoch schon längst angekommen.

In der neuen Saison peilen die Damen wieder Platz eins an. So müsse das Ziel einfach lauten, schließlich "haben wir mit Marion Vollmer die beste Spielerin Sachsen-Anhalts in unseren Reihen", sagte Linow. Vollmer wurde im Januar Landesmeister im Einzel, sowie zusammen mit Windirsch Landesmeister im Doppel. Die Marschroute sei nach eigener Einschätzung auch realistisch, da die Ligakonkurrenz im Großen und Ganzen qualitativ ähnlich blieb. Linow erklärte jedoch, dass es immer mal wieder eine Überraschung geben könne, da vieles von der Tagesform abhängig sei.

Zur Vorbereitung auf die Verbandsliga bestreiten die Staßfurterinnen das Training zusammen mit den Männern. Ausschließlich zu viert zu üben, sei wenig hilfreich. Mit den Herren gibt es wesentlich mehr Abwechslung und es können mehrere Spieltypen erprobt werden. "So ist es viel variabler", verrät Windirsch. Sie gestand auch, dass die Männer größtenteils besser sind. "Nur Marion kann mit den Besten mithalten."

 

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