Nordhausen (tbl/chj) l Der Himmel bewölkt, das Thermometer bei lediglich acht Grad Celsius, kurz vor 8 Uhr morgens: Nur noch wenige Sekunden bis zum Startschuss des 2. ican-Triathlons in Nordhausen - ein Wettbewerb über die halbe Ironman-Distanz. An der Startlinie standen auch drei Triathleten der Gaensefurther Sportbewegung. Für Ralf Rosenmeier und Torsten Blauwitz sollte es die Premiere über die Mitteldistanz werden. Steffen Fleischer hatte schon wesentlich mehr Erfahrungen mit der langen Distanz und wusste, was in den nächsten fünf Stunden auf ihn zukommen würde.

Insgesamt warteten 165 Athleten aus zehn Nationen auf den Startschuss. Ein lauter Knall und das Wasser des Sundhäuser Sees begann zu schäumen. Zwei Runden mit einem kurzen Landgang waren zu absolvieren. Die Triathlonprofis wie Georg Potrebitsch oder Markus Liebelt benötigen für die 1,9 Kilometer zirka 25 Minuten. Rosenmeier erreichte nach 34 Minuten als erster Gaensefurther die Wechselzone. Nur 60 Sekunden später folgte Fleischer und kurz drauf verließ auch Blauwitz das Wasser. Alle drei lagen gut platziert im Mittelfeld und rüsteten sich für die anspruchsvolle 90 Kilometer-Radstrecke.

Der Wind hatte inzwischen aufgefrischt und machte den ohnehin schon schweren Radpart noch anspruchsvoller. Es galt, eine große und eine kleine Runde im Harzer Vorland zu absolvieren, bevor in der Nordhäuser Innenstadt die nächste Wechselzone wartete. Die Gaensefurther kamen mit den Bedingungen gut zurecht. Blauwitz fuhr am weitesten im Feld nach vorn und stellt nach 2:35:28 Stunden sein Rad vor dem Nordhäuser Theater ab.

Im Nachgang zeigte er sich nicht ganz zufrieden mit seiner Radleistung. "Es geht noch besser. Aber das Streckenprofil war sehr schwierig und der Wind blies ordentlich. Ich wollte nicht schon alle Körner auf der Radstrecke verschießen, weil ich wusste, dass noch ein anspruchsvoller Halbmarathon mit ordentlich Höhenmetern folgt." Rosenmeier absolvierte die 90 Kilometer ohne Probleme in 02:45:43 Stunden. Das Radfahren ist seine Stärke und für ihn begann mit der Laufstrecke der schwierigste Part an diesem Tag. Zu laufen waren vier Runden durch die Nordhäuser Innenstadt. "Ich wusste, der abschließende Lauf wird hart. Aber wir haben gut trainiert. Der Kurs ging ständig hoch und runter und die letzte Runde hat mir alles abverlangt", so Rosenmeier.

Für Fleischer begann mit dem Lauf seine stärkste Disziplin. In Vorbereitung auf eine weitere Halbdistanz in zwei Wochen in Binz absolvierte er den Halbmarathon in 1:35:01 Stunden. "Ich hatte mich kurzfristig entschlossen, hier zu starten. Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis und freue mich nun auf Binz."

Die Körner, die Blauwitz auf der Radstrecke sparte, brauchte er beim Halbmarathon. "Es lief von Anfang an gut und ich kam bestens in meinen Rhythmus. Mit den 1:30:31 Stunden bin ich angesichts der schweren Laufstrecke voll und ganz zufrieden."

Der längste halbe Tag in diesem Jahr war für die drei Gaensefurther nach dem Zieleinlauf jedoch noch nicht zu Ende. Denn die Siegerehrung stand noch aus. Mit einem Sieg bei den Senioren 1 durch Blauwitz und Platz drei für Fleischer wurden die Mühen im Training belohnt. Unter dem Applaus der vielen Zuschauer wurden beide vor dem Theater geehrt und nahmen ihre Pokale vom Renndirektor Ulrich Konschak entgegen. Rosenmeier belegt Platz vier bei den Senioren 3 - eine achtbare Leistung in einem stark besetzten Teilnehmerfeld.

Ergebnisse (1,9 Kilometer Schwimmen - 90 Kilometer Rad - 21 Kilometer Laufen)

Torsten Blauwitz: Platz 25 (Gesamt), Platz 1 Senioren 1 (36:40 Minuten - 02:35:28 Stunden - 01:30:31 Stunden, Gesamt: 4:44:15 Stunden) Steffen Fleischer: Platz 49 (Gesamt), Platz 3 Senioren 2 (35:35 Minuten - 02:47:30 Stunden - 01:35:01 Stunden, Gesamt: 4:59:33 Stunden)

Ralf Rosenmeier: Platz 64 (Gesamt), Platz 4 Senioren 3 (34:04 Minuten - 02:45:43 Stunden - 01:52:40 Stunden, Gesamt: 5:12:27 Stunden)