Morgen um 16 Uhr startet für die Handballerinnen des HC Salzland 06 die neue Saison der 3. Liga. Vieles ist neu: Der Trainer, die Konkurrenz und zwei Spielerinnen. Dennoch ist Trainer René Linkohr zuversichtlich und kann den Auftakt kaum erwarten.

Staßfurt l Gefragt nach dem Highlight der Saison antwortete der Coach: "Morgen." Die Saison beginnt mit einem Heimspiel gegen den HC Leipzig II. "Wir wollen unbedingt gewinnen." Linkohr sieht die Gäste als Mit-Favoriten auf den Staffelsieg. Entsprechend ist die Auftakt-Partie gleich ein Gradmesser.

"Wir wollen den Platz aus der vergangenen Saison bestätigen", gibt der Coach die Marschroute vor. Im Klartext heißt das: Der achte Platz. Allerdings fällt die eigene Einordnung in die Konkurrenz schwer, denn bis auf Leipzig ist kein Gegner aus der abgelaufenen Saison mehr in der Ost-Staffel vertreten. Neben dem morgigen Kontrahenten schätzt Linkohr Kirchhof, Marienberg und Blomberg-Lippe weit vorn ein.

Mit Beginn der Saison kommen auch neue Aufgaben auf den Trainer zu. Da der HCS Linkohrs erste Station im Frauenhandball ist, rücken nun auch andere Seiten in den Vordergrund. "Das Zwischenmenschliche ist viel wichtiger. Ich kommuniziere viel und gern mit der Mannschaft." Der Trainer weiß, dass noch viel Arbeit auf ihn wartet. "Mir fehlt noch das Internawissen der vergangenen Jahre. Aber ich wachse in die Aufgabe hinein, nehme die Herausforderung an und bin für jeden Hinweis dankbar." Seit dem Trainingsauftakt sind sich Linkohr und die Salzländerinnen aber bereits vertraut geworden. "Ich weiß, wie jede einzelne Spielerin tickt." Er weiß aber auch, dass die erste Abrechnung in der Mitte der Hinrunde folgt und insbesondere unter Stress Einzelgespräche nötig werden.

Einen wichtigen Baustein für den Draht zwischen Trainer und Mannschaft fand Linkohr in Yvonne Sachse, die er jüngst zum Kapitän ernannte. "Sie verfügt über jahrelange Erfahrung im Leistungs-Handball und spielt eine wichtige Rolle auf sowie neben der Platte", lobte der Coach. Sie genießt ein hohes Ansehen beim HCS.

Neben Sachse soll noch etwas anderes Baustein des Erfolgs werden: Die Heimspiele. Bereits morgen wollen die "Wildgänse" zeigen, dass es vor heimischer Kulisse nicht einfach gegen sie wird. "Heimspiele haben stets eine ganz eigene Spezifik. Oft kann man zu Hause zehn bis 20 Prozent mehr herauskitzeln", weiß Linkohr. Neben der Staßfurter Paul-Merkewitz-Halle ist erneut das Ascherslebener Ascaneum Austragungsstätte. Doch die Basketballer haben den HCS aus den Trainingszeiten verdrängt, sodass dieser nun in einer anderen Ascherslebener Halle trainieren muss, was laut Linkohr "nicht vorteilig" ist.

Egal in welcher Halle oder gegen welchen Gegner - die "Wildgänse" wollen endlich beginnen. Die Mannschaft sei austrainiert, "die restlichen Prozente kommen im Wettkampfbetrieb". Erst die Pflichtspiele würden letzte Defizite aufzeigen, an denen spezifisch gefeilt werden soll. "Es wird Zeit, dass es losgeht", scharrt Linkohr mit den Hufen. "Ich hoffe vor allem, dass wir verletzungsfrei bleiben und uns das Glück hold ist. Außerdem freue ich mich über jeden Zuschauer, der den Weg zu unseren Spielen findet."

   

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