Förderstedt l Die temporäre sportliche Entwicklung des SV Förderstedt hängt von den kommenden drei Wochen und drei Namen ab - Aschersleben, Bismark und Tangermünde. Die drei Teams sind direkte Konkurrenten in der Fußball-Landesliga und kämpfen mit dem SVF um den Verbleib. Es beginnen die Wochen der Wahrheit. "Wir müssen unbedingt punkten", betont auch Trainer Jens Liensdorf. Die Rechnung ist dabei recht simpel. Gelingt seinen Schützlingen ein Lauf, können sie im Anschluss in ruhigem Fahrwasser schwimmen, die folgenden Begegnungen wie gegen Ottersleben etwas entspannter angehen. Gelingt ihnen das jedoch nicht, wächst der Druck immens, und zwar von Spiel zu Spiel.

Bereits in der morgigen Partie beim SV Lok Aschersleben dürfte das Team die Last auf den Schultern spüren. Diese dürfte allerdings bei den Gastgebern, die vor der Saison einen großen personellen Aderlass in beiden Mannschaften hatten und ihre Reserve daher abmelden mussten, umgleich größer sein. Lediglich einen Dreier hatte das Team von Trainer Siegfried Keller bisher einfahren können, das war ein 2:1-Sieg beim Aufsteiger Kreveser SV am letzten August-Wochenende.

Beide Mannschaften stehen also unter gewissem Druck, müssen versuchen, diesen in Motivation und Energie umzuwandeln. "Es wäre ein guter Zeitpunkt, um die Wende einzuleiten", schätzt auch Präsident des SVF, Thomas Conrad, ein. Allerdings bleibt die personelle Situation weiterhin angespannt. Mit Sebastian Strobach (Sprunggelenk), Martin Stille (Leistenbruch), Marcus Bolze (Knieprobleme), Marcus Janich (Urlaub) und Marco Janich (angeschlagen) fehlen gleich fünf Leistungsträger.

Doch in den bisherigen Partien hat der SVF gezeigt, dass er diese Ausfälle kompensieren kann. Nun muss er seine gute Leistungen noch über die gesamten 90 Minuten abrufen und bis zum Ende konzentriert sein. Dann dürften die Punkte an diesem Wochenende auch an Förderstedt gehen.