Naumburg/Staßfurt l Nur nichts überbewerten. Das gilt für beide. Der HV Staßfurt hat zum Auftakt in die Mitteldeutsche Handball-Oberliga einen 44:36-Sieg beim Aufsteiger SG Spergau gelandet. "Es war ein Pflichtsieg, den wir gemeistert haben", relativiert Co-Trainer Andreas Stops. Der HC Burgenland musste sich zuhause mit einem 35:35-Remis gegen Aufsteiger HSG Werratal begnügen. "Aber die HSG hat eine gute Mannschaft, sich zudem mit Spielern aus der 2. und 3. Liga verstärkt und ist keine Laufkundschaft", erklärt Stops das Ergebnis. Heute stehen sich die Bodestädter und der HCB ab 18 Uhr in der Paul-Merkewitz-Halle gegenüber. Und für beide beginnt die Saison praktisch bei null.

Staßfurt warnt nach dem Auswärtssieg vor großen Ambitionen. "Wir können nach dem ersten Spiel nicht euphorisch sein. Es ist schön, dass wir gewonnen haben. Dadurch haben wir etwas lockerer trainieren können. Aber wir müssen und wollen weiter konzentriert arbeiten."

Staßfurt muss sich auch komplett umstellen. Spergau favorisierte den schnellen Weg nach vorn - ähnlich wie die Staßfurter -, was das hohe Ergebnis erklärt. Burgenland hingegen "ist viel erfahrener und gereifter als Spergau", sagt der Co-Trainer. Die Gäste mit Trainerin Ines Seidler spielen seit vielen Jahren zusammen und haben ein eher ruhiges Aufbauspiel. "Ich denke, es wird ein heiß umkämpftes Spiel. Ich hoffe, dass wir das bessere Ende für uns haben." Schließlich freut sich das gesamte Team auf den Heimspielauftakt. Zudem kann Trainer Uwe Mäuer fast aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Kevin Engelhardt ist verletzt und wird sehr wahrscheinlich nicht auflaufen können. Die Voraussetzungen sind also fast optimal, nur wird man das in Staßfurt nicht überbewerten.