Der HV Rot-Weiss Staßfurt reist heute nach Plauen, um beim Tabellenfünften der Mitteldeutschen Handball-Oberliga, dem HC Einheit, anzutreten. Zielt ist, den ersten Auswärtssieg einzufahren. Dafür gilt es aber, ab 16 Uhr Vollgas zu geben.

Plauen/Staßfurt l Vollgas wird vor allem in der Defensive wichtig werden. "Wir haben uns Plauen angesehen und analysiert, wie das Team agiert", sagt der Staßfurter Trainer Uwe Mäuer. Dabei fiel ihm vor allem eins auf: "Der Gegner spielt nicht mehr so einen `Kamikaze`-Handball, wie in der Vorsaison. Er nimmt auch mal das Tempo heraus." Das birgt jedoch neue Risiken, da sich nun häufig zwei Spieler am Kreis einfinden. "Es wird vieles vom Übernehmen und Übergeben abhängen." Außerdem warnt Mäuer vor zwei Hünen auf den Halbpositionen. "Deswegen werden wir oft heraustreten und sie bearbeiten müssen."

Der Rot-Weiss-Trainer erwartet also eine variable Deckung. Um diese zu gewährleisten, wird die Kommunikation im Vordergrund stehen. "Wenn die Übergänge gut funktionieren, haben wir hohe Chancen. Aber dafür müssen wir den Nebenmännern stets kurze Anweisungen geben." Um sowohl den Keis als auch den Rückraum in Schach zu halten, behält Mäuer sich erneut vor, situativ zwischen 6-0- und 5-1-Deckung zu variieren.

In der abgelaufenen Spielzeit unterlag der HVS zu Hause mit 28:29 und zwang die Gastgeber auswärts mit 38:26 in die Knie. Dabei hatte sogar Co-Trainer Andreas Stops Einsatzzeit zwischen den Pfosten. Mit Stops sollte man jedoch heute nicht rechnen, zumindest nicht auf der Platte. "Es sind soweit alle fit", verrät Mäuer.

Einheit hingegen hat zumindest einen Ausfall zu beklagen. Zwar kehrt Mittelmann Franz Zobirei zurück, dafür wird Hioyuki Mimura fehlen. "Mit dem Einsatz von Franz am Kreis, der wieder voll einsatzfähig ist, sind wir sowohl im Angriff als auch in der Abwehr variabler und stabiler", erklärte Plauens Co-Trainer Mario Pech gegenüber des eigenen Webauftritts. Er fuhr fort: "Wir werden uns auf unser Spiel konzentrieren. Mit einer guten Abwehrarbeit wie in den letzten Spielen und etwas mehr Konzentration im Angriff können wir auch zuhause gegen Staßfurt gewinnen." Um es der Plauener Defensive jedoch schwer zu machen, forderte Mäuer, den Ball laufen zu lassen und "das Spiel breit zu machen". Außerdem hofft er auf einen guten Tag seiner Rückraum-Akteure, schließlich "haben wir ja auch große Leute".

Trotz der Null-Punkte-Ausbeute in der Fremde stapelt Mäuer nicht tief. "Wir reisen immer ab, um zu gewinnen." Die Tagesform könnte entscheidend werden.

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