Staßfurt (chj) l Da die Auswärtsbilanz der Handballer des HV Rot-Weiss Staßfurt mit drei Niederlagen bislang nicht rosig ist, wollen sie ihre Heimstärke beibehalten, um weitere Zähler in der Mitteldeutschen Oberliga einzufahren. Doch dafür muss heute ab 18 Uhr Aufsteiger Zwickauer HC Grubenlampe bezwungen werden - und die Vorzeichen sind nicht die besten.

Die ungünstigen Vorzeichen sind hauptsächlich Personalien. So wird etwa Trainer Uwe Mäuer nicht dabei sein können. Andreas Stops leitet somit die Geschicke allein. Das ist aber nicht das große Problem, da "Uwe und ich uns immer gut abstimmen", wie Stops sagt. Die große Unbekannte ist allerdings der Spieler-Pool. Gleich sechs Rot-Weisse sind angeschlagen. Im schlimmsten Fall würde sich der Kader auf neun Akteure minimieren und so einige Baustellen offenbaren. "Das wird eine Herausforderung", so Stops. Eine Herausforderung, in der auch gleichzeitig eine große Chance verborgen ist: "Für diejenigen, die sonst vielleicht nicht so viele Einsatzzeiten bekommen, ist es eine gute Gelegenheit. Sie werden mit Sicherheit 20 Prozent mehr geben."

Zur weitgehenden Unklarheit des eigenen Personals kommen Unklarheiten des gegnerischen Personals. "Wir kennen den Gegner nicht wirklich." Zwar ermöglichten Video-Analysen Einblicke, aber richtig aussagekräftig seien diese nicht. "Live ist alles immer anders", sagte Stops. Zumindest ergab sich die Erkenntnis, dass Grubenlampe einen starken Mittelblock hat, den es zu umgehen gilt.

Für die Staßfuter ist das aber noch lange kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Im Gegenteil: Sie wollen sich auf die eigenen Stärken konzentrieren. "Wir werden dem Spiel unseren Stempel aufdrücken. Der Gegner soll sich mehr mit uns beschäftigen als wir mit ihm." Dem Staßfurter Coach liegt jedoch viel daran, dass dies nicht überheblich ausgelegt wird. Denn: "Wenn man in dieser Liga einen schlechten Tag hat, kann man gegen jeden verlieren. Wir nehmen Zwickau nicht auf die leichte Schulter." Immerhin befindet sich Grubenlampe in der Tabelle direkt hinter den Staßfurtern.