Borne/Langenweddingen (chj) l In der Sachsen-Anhalt-Liga kommt es heute ab 17.30 Uhr zu einem besonderen Handball-Spiel. Der SV Germania Borne gastiert beim SV Langenweddingen, trifft dort auf zwei Ehemalige und will nach Möglichkeit den Schwung des ersten Saisonsiegs gegen Haldensleben mitnehmen.

Nach dem Geschmack von Bornes Steffen Halfpap ist die Partie zwar ein Derby, "aber eher räumlich bedingt". Die wahren Derbys seien Staßfurt und Westeregeln. Dennoch kennen sich beide Kontrahenten gut. Nicht zuletzt, weil mit Jörg Friedrich und Falk Hohmann zwei Spieler für den SVL auflaufen, die in der vergangenen Saison noch das Germania-Trikot trugen. "Wir kennen natürlich deren Stärken und Schwächen. Aber das gleiche gilt auch andersherum", sagt Halfpap.

Obwohl sich beide Seiten gut kennen, scheinen die Fronten klar abgesteckt zu sein. Denn der Tabellenführer empfängt das Schlusslicht. "Die Rollen sind klar verteilt", weiß auch Halfpap. Trotzdem hofft er, dass sein Team an die Haldensleben-Leistung anknüpfen kann, die immerhin zum ersten Saisonsieg reichte. "Aber wir gehen nicht blauäugig in die Partie." Außerdem hofft Halfpap, dass zahlreiche Germania-Fans mitreisen, um ihre Sieben anzufeuern. Das dürfte auch wichtig sein, denn die Personallage ist weiterhin nicht die Beste. Hinter dem ein oder anderen Borner steht noch ein Fragezeichen.

Die Langenweddinger müssen auf Stefan Schult verzichten und nehmen die Germania nicht nur deswegen keineswegs auf die leichte Schulter. "Das wir heute kein Selbstläufer", mahnt SVL-Coach Markus Deinert. "Bornes Sieg gegen Haldensleben sollte Warnung genug sein. Ich hoffe, dass niemand Borne unterschätzt."