Der Egelner SV Germania und der SV Warthe Hakeborn teilten sich im Nachholspiel der Fußball-Salzlandliga die Punkte. Am Ende sprang ein 1:1 (0:0)-Remis heraus. Ein Ergebnis, mit dem beide Mannschaften unzufrieden waren.

Egeln l Lediglich 5,7 Kilometer trennen Egeln und Hakeborn. Doch in der ersten Halbzeit lagen Welten zwischen den Kontrahenten. Die Germania präsentierte sich nicht wie eine Heimmannschaft und ließ sich von Beginn an in die eigene Hälfte drängen. Lediglich nach Ecken waren die Gastgeber gefährlich. "Wir haben von der ersten Minute an nicht die Einstellung gezeigt, die wir zeigen wollten", haderte ESV-Coach Sören Leßmann.

Warthe wusste dies zu nutzen, allerdings nur für zahlreiche Gelegenheiten, nicht für Treffer. "Unsere Chancenverwertung war nicht gut", erklärte Trainer Marcus Drößler. Jens Binnebößel entpuppte sich dabei als Angriffsmotor und war vom Gastgeber kaum zu stoppen. "Er hat die Bälle gut gehalten und verteilt, sich aber nicht für die Leistung belohnt", sagte Drößler. Daran hatte auch Egelns David Bunde einen großen Anteil. "Er ist praktisch jede Woche unsere Lebensversicherung", lobte Leßmann seinen Verteidiger.

Trotz der deutlichen Feldüberlegenheit der Gäste ging es torlos in die Kabine. Der Egelner SV reagierte auf die blasse erste Hälfte, wechselte doppelt zum Wiederanpfiff und wollte offensiver ausgerichtet dagegenhalten. Vor allem die Einwechslung von Sebastian Michael lohnte sich. Er arbeitete viel und war kaum zu bremsen.

Der zweite Durchgang war nun nicht mehr so einseitig wie der erste, doch Warthe hatte weiterhin die besseren Gelegenheiten. "Wären wir in Führung gegangen, wäre es sicher ruhiger geworden", wusste Drößler. Es kam wie es kommen musste - Egeln legte durch Michael vor und stellte damit den Spielverlauf auf den Kopf. Zwölf Minuten später glich Norman Niemann aus und sicherte Hakeborn noch den Punkt.

"Ich war überhaupt nicht zufrieden", polterte Leßmann. "Der Gegner hat gezeigt, wie man läuferisch und kämpferisch dazwischen gehen musste. Für uns zählten nur drei Punkte. Aber so konnte man ein Derby nicht gewinnen."

Auch sein Gegenüber war angesichts der Punkteteilung nicht glücklich. "Wir wollten unbedingt etwas holen und waren auch über 90 Minuten besser. Am Ende mussten wir mit dem Punkt leben, weil wir sogar noch in Rückstand geraten sind", sagte Drößler.

Egeln: Kubetzek - Rohde (46. Michael), Wolf, Pörner, Brauer, Herter, Bohne, Siegl (46. Radl), Bunde, Liste, König

Hakeborn: C. Niemann - Wodarzek, Seilz, Dzicher, Althaus, Römmling, Kaufmann, N. Niemann (83. Baller). Allert, Binnebößel, Bertling

Tore: 1:0 Sebastian Michael (69.), 1:1 Norman Niemann (81.); SR: Rommel (Bernburg), ZS: 102