Die Fußballer der ZLG Atzendorf scheinen das Pech in der Landesklasse gepachtet zu haben. Vor allem das Thema Verletzungen zieht sich wie ein Roter Faden durch die Saison.

Atzendorf l Drei Stammkräfte fehlten die komplette Hinrunde. Keeper Sascha Eisenträger, Innenverteidiger Phillip Voigtländer und Stürmer Sebastian Tolle zogen sich noch in der Vorsaison schwere Verletzungen zu. Mittlerweile sind sie wieder zurück und voll dabei, wenngleich Eisenträger inzwischen zum Verteidiger umfunktioniert wurde. Zumindest kurzfristig, solange die ZLG noch auf die Dienste des tschechischen Schlussmanns Lukas Fiser zählen kann.

Das Lazarett lichtete sich, die drei Leistungsträger arbeiteten sich über die Wintermonate zurück in den Kader. Zur selben Zeit verletzte sich Björn Wullstein während des Cosic-Cups schwer.

Insbesondere der Rückkehr von Tolle wurde fieberhaft erwartet. In der Hinrunde traf Atzendorf lediglich 19-mal. Der "Goalgetter" sollte diese Zahl nach oben schrauben. Umso erschreckender wirkte seine Verletzung gegen Schlanstedt, als er nach einem unglücklichen Sturz sogar von einem Rettungswagen abgeholt werden musste. Zur Bernburg-Partie wollte er eigentlich wieder auflaufen, zumindest aushelfen. "Aber es ging noch nicht", erklärte Trainer Steffen Grohe. Zusätzlich meldete sich kurzfristig Alexander Kutz ab und Kay Faatz war ohnehin seit Wochen angeschlagen.

So stand der ZLG kein Wechsler zur Verfügung. Provisorisch hielt sich Grohes Trainer-Partner Heiko Spangenberg bereit. Mit seinen 50 Jahren war er allerdings nur für den allergrößten Notfall da. So mussten alle Atzendorfer durchspielen, auch der angeschlagene Faatz. "Ich ziehe meinen Hut vor Kay. Er hat seit Wochen Knieprobleme, trotzdem gespielt und durchgehalten. Dabei hat er sogar eine gute Leistung gezeigt", lobte Grohe.

Zu allem Überfluss überstand Keeper-Verteidiger Eisenträger die Partie nicht unversehrt. Er spielte zwar durch, Genaueres ist jedoch unklar. Grohe klang beunruhigt.

Als wäre die mögliche erneute Verletzung Eisenträgers nicht schon genug, unterlag die ZLG den Schwarz-Gelben auch noch mit 0:2 und das erste Gegentor fiel aus einer Abseitsposition. Die Gastgeber filmten die Partie und bestätigten nach Abpfiff Grohes Verdacht. Aber auch in der Landesklasse und in Bernburg gilt: Abseits ist, wenn der Schiri pfeift.