Den Klassenerhalt in der Oberliga sicherten sich die Handballer des HV Rot-Weiss Staßfurt bereits gegen Oebisfelde. Nun steht das letzte Saisonspiel auf dem Programm, für einige gleichzeitig das letzte im HVS-Dress. Mit einem Sieg beim TuS Radis (heute 19 Uhr) könnte der Abschied versöhnlich gestaltet werden.

Staßfurt l Nicht nur Trainer Uwe Mäuer wird heute zum letzten Mal mit dem HVS auf Reisen gehen. Auch Eike Rach, Tobias Ortmann und Felix Dietze werden den Verein verlassen. Die wahre emotionale Hürde wurde bereits mit dem letzten Heimpiel gegen Oebisfelde überstanden, seltsam wird es heute dennoch. "Es wird schwer, die Konzentration und die Motivation hoch zu halten", weiß Co-Trainer Andreas Stops. "Uwe und ich können nur versuchen, auf die Jungs einzureden."

Dabei gibt es genügend Gründe für eine gehörige Portion Motivation. In der Tabelle könnte der HVS - sofern die Konkurrenz mitspielt - auf den sechsten Rang klettern. Im ungünstigsten Fall könnte es allerdings auch ein zweistelliger Rang werden. Außerdem gewann Radis das Hinspiel und sorgte damit für die erste Staßfurter Heimniederlage in der Paul-Merkewitz-Halle. "Wir wollen die Punkte wiederholen", gibt sich Stops kämpferisch.

Den Staßfurtern muss jedoch der Spargat zwischen Professionalität und Emotionalität gelingen. Zum Abschluss sollen noch einmal diejenigen mehr Einsatzzeiten bekommen, die es bislang nicht taten. Auf der anderen Seite "ist ein Punktspiel, egal ob das erste oder das letzte", sagte Stops. Zu diesem kann der HVS voraussichtlich auf den gesamten Kader zählen.

Ob der Abpfiff dann nach einem Sieg oder einer Niederlage erfolgt, es wird seltsam werden, auch für Andreas Stops. "Das Trainer- Co-Trainergespann wird heute enden. Ich finde es persönlich schade, denn ich verstehe mich mit Uwe als Mensch sehr gut." Leichter dürfte Spielern und Coaches der Abpfiff samt Rückfahrt fallen, wenn sie die Platte ein letztes Mal als Sieger verlassen werden.

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