Maxi Scheuermann steht am liebsten selbst auf dem Parkett. Das änderte sich am Sonntag, als sie die Rolle des Beobachters einnahm. Sie vertrat ihren Vater Jochen, der die Reserve des VC 97 in der Landesoberliga trainiert, beim Heimspiel an der Seitenlinie. "Ich saß nur auf der Bank und hatte eigentlich nicht viel zu tun." Die Mannschaft erledigte den wohl schwereren Part und kam gegen den VC 2000 Egeln zu einem ungefährdeten 3:0 (7, 13, 10)-Erfolg. Die zweite Partie gegen den CV Mitteldeutschland wurde mit 1:3 (-14, 24, -17, -23) verloren.

Staßfurt. Maxi Scheuermann saß nicht lange auf der Bank, denn bereits nach knapp 60 Minuten war die Partie gegen den VC 2000 Egeln entschieden. "Es ist alles gut gelaufen", atmete sie tief durch. Die Erleichterung war ihr ins Gesicht geschrieben, als sie ihrem Vater von diesem Erfolgserlebnis berichtete. "Der Ausgang war nicht unbedingt zu erwarten", wusste sie. Die Mannschaft kämpfte nämlich in den vergangenen Wochen mit argen Personalproblemen und das spiegelte sich dann auch in den Ergebnissen wider. "Das ist momentan keine einfache Situation", sagte Jochen Scheuermann. Ein wenig entspannte sich diese dann am Sonntag, als sieben Spielerinnen auf dem Protokoll notiert wurden.

Die Egelnerinnen boten in den drei Durchgängen kaum Gegenwehr, so dass der deutliche Sieg der Staßfurterinnen eigentlich nie in Gefahr geriet. In der zweiten Partie wurden die Gastgeberinnen dann schon mehr gefordert. In dieser stand auch Jochen Scheuermann, der zuvor noch privat verhindert war, wieder an der Seitenlinie. "Die Mannschaft hat nicht schlecht gespielt", fiel sein Fazit trotz der Niederlage positiv aus. Den ersten Durchgang verlor der Gastgeber klar - 14:25. Im zweiten nutzte er dann einen Wechsel bei den Gästen aus. Der CV Mitteldeutschland hatte seine beiden besten Spielerinnen im Verlauf des Satzes ausgewechselt. "Das brachte Unruhe in die gegnerische Mannschaft", hatte Scheuermann beobachtet. Die Staßfurterinnen glichen zum 1:1 (26:24) aus. Die Gäste reagierten im dritten Durchgang und wechselten ihre beiden besten Spielerinnen wieder ein. "Wir haben gut mithalten können", sagte Scheuermann. Der Satz ging aber mit 17:25 verloren. Heiß umkämpft war dann der vierte Satz, den die Gäste mit 25:23 für sich entschieden.

Maxi Scheuermann war da bereits auf dem Weg nach Hause und ließ sich dann am Telefon von ihrem Vater über den Ausgang informieren.

Staßfurt II: Elze, Rohde, Thiemann, Glootz, Helm, Loch, Bock