Bitterfeld (sgl). Als Zweitplatzierte nach den Vorrunden-Spieltagen reisten die U 16-Volleyballerinnen der SG Güsten/Bernburg am vergangenen Sonnabend zur Landesmeisterschaft nach Bitterfeld. Es kämpften außerdem der USV Halle I und II, der VC Bitterfeld/Wolfen, der SV Pädagogik Schönebeck und der VC 97 Staßfurt um den Titel.

In der ersten Partie traf die SG Güsten/Bernburg auf den VC 97 Staßfurt. Gegen das Team aus der Nachbarstadt wurde von Beginn an konzentriert und druckvoll gespielt und dabei die taktische Marschrichtung von Trainer Thomas Kinne perfekt umgesetzt. Staßfurt kam insbesondere mit den starken und platzierten Aufschlägen von Laura Großner nur schwer zurecht, so dass am Ende ein verdienter 2:0-Erfolg zu Buche stand.

Da Staßfurt das zweite Vorrundenspiel gegen den USV Halle II für sich entschied, musste die SG Güsten/Bernburg ihre Partie gegen die Hallenserinnen ebenfalls gewinnen, um als Gruppenerster ins Halbfinale einzuziehen.

Doch auch für Halle ging es in dieser Partie um alles. Es entwickelte sich ein enges und spannendes Match mit häufig wechselnder Führung. Doch auch in kritischen Situationen bewies die Spielgemeinschaft Nervenstärke. So fanden Angriffe über die Mitte durch Carolin Hoffmann ebenso ihr Ziel wie platziert geschlagene Bälle über die Außenposition durch Laura Großner. Auch bei den Aufschlägen agierte die SG druckvoller, präziser und variabler. Eine Aufschlagserie von Lisa Kaschel, die sechs Punkte in Folge erzielte, legte den Grundstein für den Gewinn des ersten Satzes - 25:20. Der hart umkämpfte zweite Durchgang wurde mit 25:20 gewonnen.

Im Halbfinale wartete mit dem SV Pädagogik Schönebeck ein Team, dem zu Beginn des Turniers ernsthafte Chancen im Titelkampf vorausgesagt wurden. Rein körperlich waren die Schönebeckerinnen überlegen und es schien im ersten Satz, als sollte sich diese Überlegenheit auch spielerisch auswirken. Die Schützlinge von Kinne fanden selten ein wirksames Mittel zum Punktgewinn. Folgerichtig ging der erste Satz mit 16:25 verloren.

Ein ähnliches Bild im zweiten Satz - SV Pädagogik dominierte durch druckvolles Offensivspiel und erspielte sich eine 20:14-Führung. Die Spielgemeinschaft wankte - fiel aber nicht. In einer Auszeit schwor Kinne das Team noch einmal auf die eigenen Stärken ein. Und mit einer grandiosen Aufholjagd kämpfte sich die Mannschaft Punkt für Punkt heran. Auch die Angriffsschläge von Vanessa Förster, Johanna Hoppe und Sabrina Senf brachten nun Erfolg. Die Zuspiele von Judith Rose und Ulrike Ander wurden sicherer, so dass der zweite Satz mit 25:21 gewonnen wurde. Die Fortsetzung folgte im Tie-Break, den die Spielgemeinschaft mit spielerischer Stärke und Konzentration für sich entschied - 15:12. Damit war der Einzug ins Landesfinale perfekt.

Der Gegner dort hieß erwartungsgemäß USV Halle I. Das Team, das mit Spielerinnen der U16-Landesauswahl gespickt ist, trat souverän in der Vorrunde auf und ließ auch im Finale keinen Zweifel aufkommen, dass der Landesmeistertitel nach Halle gehört. Dementsprechend engagiert und druckvoll traten die Hallenserinnen auf. Die SG Güsten/Bernburg versteckte sich nicht und spielte mutig mit. Am Ende gingen beide Sätze (-17, -15) und damit der Titel an die Mädchen aus der Saalestadt.

Der Freude auf Seiten der Spielgemeinschaft tat dies aber keinen Abbruch. Überschwänglich wurde ein hervorragender zweiter Platz gefeiert.

Ergebnisse: Gruppe A: Halle I - Bitterfeld-Wolfen 2:0, Schönebeck - Bitterfeld-Wolfen 2:1, Halle I - Schönebeck 2:0; Gruppe B: Güsten/Bernburg - Staßfurt 2:0, Halle II - Staßfurt 0:2, Güsten - Halle II 2:0

Zwischenrunde: Halle I - Staßfurt 2:0, Schönebeck - Güsten/Bernburg 1:2; Spiel um Platz 5: Bitterfeld-Wolfen - Halle II 0:2; Spiel um Platz 3: Staßfurt - Schönebeck 0:2; Finale: Halle I - Güsten/Bernburg 2:0