Jena (sam). André Hein hatte vor dem Tabellenschlusslicht der Mitteldeutschen Handball-Oberliga HBV Jena gewarnt. "Die Jenaerinnen sind nicht so schlecht wie es der Tabellenplatz gegenwärtig ausdrückt", gab er seinen Schützlingen vor dem gestrigen Aufeinandertreffen mit auf dem Weg. Der HC Salzland 06 machte sich das Leben phasenweise selbst schwer, so dass am Ende nur ein knapper 26:24 (12:8)-Erfolg zu Buche stand. In der Tabelle kletterten der HCS 06 auf Rang fünf.

Die Gäste fanden nur schwer in die Partie, Jena hatte sich zu Beginn eine 3:1-Führung herausgespielt. Diese hatte aber nicht lange Bestand, denn der HCS 06 trumpfte insbesondere durch seine offensiv ausgerichtete 6-0-Abwehr auf und enteilte zwischenzeitlich zum 5:10. Doch dann folgte eine Phase, die Hein verzweifeln ließ, als zu viele gute Chancen einfach verworfen wurden. Die Führung zur Halbzeit betrug lediglich vier Treffer.

Der Auftakt in Durchgang zwei verlief für die Gäste, die zum 11:17 davonzogen, vielversprechend. Doch das änderte sich im weiteren Verlauf, denn eine erneute Schwächephase des HCS 06, in der er durch Unkonzentriertheiten leichtfertig Bälle verlor,. Diese nutzten die Thüringerinnen für sich. Sie verkürzten zum 18:20. Die Partie stand insbesondere beim 22:23 auf der Kippe, aber dem Gastgeber gelang es nicht, die Partie zu ihren Gunsten zu drehen. Stattdessen baute der HCS 06 seinen knappen Vorsprung zum 23:26 aus.

Die Salzländerinnen zeigten erneut ihre zwei Gesichter. "Wir haben in der ersten Hälfte hervorragend den Gegner an die Wand gespielt, sind nur an unserer Chancenverwertung gescheitert, und lassen ihn in Hälfte zwei wieder ins Spiel kommen. Das darf nicht zu oft passieren", resümierte Hein. Gestern ist alles noch einmal gut gegangen.

HCS 06: Tarczewska/Schöne - Ruthe (11), Pätzold (2), Fiedler (4)l, Kramer (3), Günter, Geipel, Jäger (2), Reinl, Sacher (4), Stein, Block

Siebenmeter: Jena 3/2 - HCS 06 8/6; Zeitstrafen: Jena 5 - HCS 06 2