Staßfurt (sri/sam). Die D-Jugend-Handballer des HV Rot-Weiss Staßfurt bestritten am Sonnabend ein Testspiel gegen den Nordhäuser SV und unterlagen deutlich mit 14:40 (8:21).

Als die Punktspiele noch in vollem Gange waren, gab es eine Anfrage seitens der Nordhäuser, ob die Staßfurter bereit wären, ein Testspiel zu bestreiten. Trainer Steffen Riese gab seine Zusage und so wurde ein Termin nach dem Saisonende ausgemacht. An dem stand das Team aus Thüringen im Spielbezirk Nord als ungeschlagener Bezirksmeister fest.

Wer einen solchen Gast empfängt, sollte mit allen Sinnen das Parkett betreten. Doch dieses war den Staßfurtern scheinbar nicht klar, denn wie anders ist zu erklären, dass die Rot-Weissen nach 2x25 Minuten um 26Tore unterlagen. Es stimmte von Beginn an weder die Körpersprache, die Einstellung, die Bewegung noch das unbedingte Wollen. "So machten wir Nordhausen stark und mussten ein ums andere mal Konter mit Torerfolg kassieren", ärgerte sich Riese über das Auftreten seiner Mannschaft.

In jeder Phase des Spiels waren die Gäste überlegen, agierten schnell, mit Übersicht und Spielfreude. Gerade Letztere blieb beim Gastgeber völlig außen vor. "Zugegeben, wenn einem der Gegner überlegen ist, macht auch die schönste Sportart nicht unbedingt Spaß", meinte Riese. Aber dann sollte zumindest der Ehrgeiz dafür sorgen, dass sich sein Team nicht blamiert. Der fehlte völlig, denn lustlos wurden die 50 Minuten von den Staßfurtern absolviert. Im Angriff nahezu ohne Bewegung, weder mit noch ohne Ball, und eine Abwehr "die mehr Löcher als der Schweizer Käse hatte". Der Körperkontakt wurde geradezu gemieden. So hatte der Gastgeber keine Chance, ein auch nur annähernd akzeptables Resultat zu erzielen.

Wie heißt es doch so schön - man trifft sich immer zweimal im Leben. Zum Simba-Cup in Magdeburg treffen beide Teams erneut aufeinander, dann allerdings in einer neuen Formation. "Wir haben also noch gut sechs Wochen Zeit, an unserer Einstellung zu feilen. Denn Handball können wir spielen, wir müssen es nur wollen", sagte Riese.

Staßfurt: Niklas Goldschmidt, Lucas Kuhlbrodt, Fabian Märtens, Tommy Minet, Janik Starosta, Erik Stein, Enrico Suske, Tobias Trostdorf, Willi Wolf, Niklas Zimnick