Das "Abenteurer Mitteldeutsche Oberliga" ist für die Handballfrauen der SG Seehausen nach einem Jahr der Anwesenheit in der vierthöchsten Etage des deutschen Frauenhandballs wieder beendet.

Seehausen l Die altmärkische Mannschaft stieg als Vorletzter zusammen mit dem Team der TSG Cabe in die Sachsen-Anhalt-Liga ab.

Das gennante "Abenteuer" war von den Seehäuserinnen durchaus in etwa so erwartet worden, wie es sich dann entwickelte. Sportlich gab es eine Gegnerschaft, die bis auf wenige Ausnahmen mit sehr kompakten Auftritten durchaus glänzen konnte. Was das Spieltempo anging, konnten die Altmärkerinnen über weite Strecken recht ordentlich mithalten. Doch bezüglich der Ausgeglichenheit auf höchstem Niveau waren ihr Grenzen gesetzt.

Natürlich waren die extrem weiten Fahrten sehr belastend und die Spielerinnen mussten lernen, sich nach drei bis fünf Stunden Autofahrt in kürzester Zeit auf das anstehende Spiel zu konzentrieren. Jedoch war es dann auch ein schönes Gefühl vor viel Publikum zu spielen.

Auch in der heimischen Wischelandhalle war stetig ein Zuwachs an Fans, die die Frauen anfeuerten, zu registrieren.

Gab es eine echte Chance, die Klasse zu halten? Trainerin Anja Wachholz dazu: "Ich glaube schon. Wir haben jedoch in wichtigen Phasen nicht konstant gespielt und so wichtige Punkte gelassen."

Speziell in den sächsischen Mannschaften, die aus grenznahen Gebieten kommen (Görlitz, Marienberg), waren etliche Spielerinnen aus den Nachbarländern vertreten. Da floss mit Sicherheit nicht wenig Geld.

Jede Spielerin hat in dieser Saison dazugelernt

Das können die Altmärkerinnen nicht leisten. Es ist so, dass sie mit dem sportlichen Ehrgeiz aufgestiegen waren, den Handball in der Region zu vertreten.

Sicher ist, dass die SG-Truppe in diesem einen Jahr Mitteldeutsche Oberliga eine Menge gelernt und dass sich tatsächlich jede Spielerin weiter entwickelt hat.

Drei Akteurinnen wurden nach Beendigung der Serie verabschiedet: Christin Kracheel, Maxi Redlich und Johanna Willing. Natürlich muss sich Trainerin Wachholz vorrangig Gedanken darüber machen, wie sie die Riesenlücke, die die Mehrfach-Torschützenkönigin Willing hinterlässt, schließen wird.

Weil die Seehäuser Frauen in der Vorbereitung auf die neue Serie teilweise Neuland betreten werden, was die Besetzung der unterschiedlichen Positionen angeht, lässt sich ein Saisonziel für 2014/15 äußerst schwer definieren. "Es wird nicht der Aufstieg sein, das steht fest, und alles andere wird sich mit der Zeit zeigen", so SG-Trainerin Wachholz.

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