Um insgesamt 223 ist die Zahl der Menschen in Sportvereinen des Landkreises im Verlauf des Jahres 2010 gesunken. Durch den Kreissportbund (KSB) ist die jährlich erstellte Statistik dazu bis ins Detail hinein ausgewertet und vorgestellt worden.

Stendal. Kati Schatte, die die KSB-Geschäfte seit dem 1. Januar 2011 führt, und ihr langjährig aktiver Vorgänger Siegfried Wille, nunmehr ehrenamtlich Vizepräsident Sport des KSB tätig, stellten der örtlichen Presse die aktuellen Zahlen vor und beantworteten Fragen dazu.

Etwa die danach, ob sich die auf dem jüngsten Landessporttag beschlossene Erhöhung des Mitgliedsbeitrages um einen Euro ab 2011 schon bei der aktuellen Statistik negativ bemerkbar gemacht habe.

Kati Schatte dazu: "Wenn, dann nur ganz gering. Der Rückgang resultiert in erster Linie aus dem Schwund bei der Bevölkerungszahl des Kreises."

Ganz genau betrachtet ist der Anteil der in Vereinen organisierten Sportler an der Gesamt-Bevölkerungszahl des Kreises ja um 0,09 auf 14,98 Prozent gestiegen. Nachdem der KSB zum Jahreswechsel 2009/10 deutlich über 2000 Mitglieder verlor, als die Angler nach einem Beschluss ihres Landesverbandes auch den KSB Stendal-Altmark verließen, sind weitere größere Verluste vermieden worden.

Die kreisliche Sportarbeit kann wieder ohne größeres Rumoren geleistet werden.

Doch da gibt es noch ein Datum, das von oben her, seitens des Landessportbundes, ins Spiel gebracht wurde. Um der "Flucht" von Sportlern aus den (im Verhältnis teureren) Fachverbänden in Allgemeine Sportgruppen zu verhindern, wurde auf dem bereits erwähnten Landessporttag 2010 der Beschluss gefasst, die aktuellen Bedingungen für die Allgemeinen Sportgruppen ab dem 1. Januar 2013 nicht mehr zuzulassen.

Das soll dazu führen, dass die Fachverbände personell gestärkt werden. Unter Umständen kann der Schuss jedoch auch nach hinten losgehen. Dann nämlich, wenn sich die oft auch Breitensportler genannten Personen entschließen, dem organisierten Sport generell ein "Tschüss" zuzurufen. Es wäre fatal, wenn das in Größenordnung passieren würde. Immerhin haben die Allgemeinen Sportgruppen allein im Kreis Stendal insgesamt satte 4260 Mitglieder.

Das Präsidium des hiesigen Kreissportbundes wird sich dazu in den nächsten Wochen genau positionieren und auf der Hauptausschusssitzung am 15. März Empfehlungen an die Vereine aussprechen.

Die "innere" Entwicklung im KSB Stendal-Altmark verläuft gesund. Sport spielt eine wichtige Rolle, ist angesagt, der KSB die größte gesellschaftliche Vereinigung im Landkreis.

Wie in der gesamten Nation ist auch im Kreis Stendal der Fußball die eindeutig führende Sportart. Insgesamt 4463 Menschen sind hier in Fußballvereinen beziehungsweise -abteilungen vertreten.

Wie die Sportart Fußball haben sich im Jahr 2010 auch Volleyball und Tischtennis bezüglich der Mitgliederzahlen positiv entwickelt. Negativtendenzen gibt es unter anderem in den Sportarten Handball, Leichtathletik und bei den Schützen.

Größter Sportverein des Kreises bleibt der Behinderten- Rehabilitations- und Seniorensportverein Stendal, gefolgt von der SG Seehausen und Germania Tangerhütte, das mit 39 im vergangenen Jahr auch den größten Mitgliederzuwachs eines Vereins aufwies.

Die hervorragenden Leistungen, die das Ehrenamt (Vorstände, Trainer, Übungsleiter, Schieds- und Kampfrichter, Kassenprüfer – über 3000 Personen) täglich vollbringt, belegen, dass die im Kreis sehr gute Sportförderung eine jährlich ertrag- und gewinnbringende Investition ist.

 

Bilder