Vor einer besonders hohen Auswärtshürde stehen morgen die Kicker des 1. FC Lok Stendal in der Fußball-Verbandsliga. Nach der deprimierenden 1:3-Heimniederlage gegen den Halleschen FC II gastieren sie beim augenblicklichen Tabellendritten Grün-Weiß Piesteritz.

Stendal. Der Gastgeber des Sonnabends ist eine Art "Mannschaft der Stunde" in der höchsten Fußball-Spielklasse von Sachsen-Anhalt. Nach der Winterpause eher eine Mannschaft des oberen Mittelfeldes der Verbandsliga, hat sie sich danach kontinuierlich nach vorn gearbeitet und nimmt gegenwärtig mit 45 Punkten aus 23 Partien den dritten Tabellenplatz ein. Das hinter Sandersdorf (49) und Haldensleben (45, jeweils 24 Spiele).

Zweifellos profitierte Grün-Weiß dabei zuletzt von den Niederlagen Sandersdorfs (0:3 bei Preussen Magdeburg) und Haldensleben (1:2 im Kreisderby gegen Oschersleben).

Dass die Trauben in Piesteritz sehr hoch hängen, belegt unter anderem die Heimbilanz 2011 des Gastgebers (Sandersdorf 1:1, Oschersleben 3:0, Staßfurt 3:1, Hallescher FC II 1:0).

Besonders augenfällig ist auch, dass Grün-Weiß mit lediglich 17 Gegentreffern über die derzeit beste diesbezügliche Bilanz aller Verbandsligamannschaften verfügt.

Die Statistik der bisherigen Partien zwischen Gastgeber Piesteritz und Lok Stendal zeigt, dass es dort sehr wechselhaft zuging. Es gab zwar mal eine 0:4-Schlappe für die Stendaler bei Grün-Weiß (2006/07), doch ansonsten wurden weiterhin zwei Lok-Siege, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen registriert. In der Vorsaison hieß es 0:0.

"Ganz klar, wir wollen den Favoriten ärgern. Es muss doch einfach ein Anreiz für unsere Spieler sein, einem Spitzenteam auch auswärts Paroli zu bieten. Oschersleben hat das ja zuletzt beim 2:1-Sieg in Haldensleben vorgemacht", erwartet Lok-Trainer Volkan Uluc von seiner Mannschaft. Er ergänzt: "Wir wollen so lange wie möglich dranbleiben an unserem Gegner und dann sehen, was wir machen können."

Er kann wieder auf die gewohnte Abwehr-Viererkette zurückgreifen. Der zuvor erkrankte Mannschaftskapitän Marcel Werner und der gesperrte Michael Runge sind in Piesteritz mit von der Partie.

Ganz besonders froh sind die Lok-Verantwortlichen, dass sich Konrad Javell seit Beginn der Woche wieder im Mannschaftstraining befindet. Der Stammkeeper stellt natürlich Ansprüche, an Stelle von Dida in den Lok-Kasten zurückzukehren.