Erst durch einen energischen Schlussspurt haben die Handballer des LSV 90 Klein Oschersleben ihr Punktspiel beim Tabellenschlusslicht SV Oebisfelde II noch mit 30:27 (11:14) Toren gewonnen.

Klein Oschersleben l Nach dem deutlichen Sieg im Hinspiel (32:19) sollten aus Oebisfelde auch in Rückspiel unbedingt beide Punkte entführt werden. Danach sah es über weite Strecken nicht aus.

Martin Hoffmann markierte in der dritten Minute zwar das erste Tor des Spiels, im weiteren Verlauf nutzten die Hausherren ihre Möglichkeiten aber konsequenter und behaupteten über die Stationen 4:2, 7:3 bis zum 9:6 (20.) eine knappe Führung. Der LSV 90 hatte wie schon in der Vorwoche beim Spiel gegen den BSV 93 Magdeburg II auffallend starke Probleme in der Defensive, so dass die Hausherren mit Toni Seiler und Phil Schliephake fast ungehindert zu Torerfolgen kamen.

Um sein Team besser einzustellen, nahm LSV-Coach Lars Becker in der 25. Minute beim Stand von 12:8 für die Gastgeber eine Auszeit. Im Anschluss daran war Florian Becker mit zwei Kontern erfolgreich und verkürzte für die Gäste auf 12:10. Doch einige technische Fehler im Aufbauspiel der Gäste brachten die Hausherren wieder in Vorteil. So wurden mit einer Führung von 14:11 Toren die Seiten gewechselt.

Nach der Pause das gleiche Bild: Oebisfelde drückte der Partie den Stempel auf und lag in der 34. Minute mit 18:12 Toren in Führung. Jetzt sahen auch die mitgereisten LSV-Fans ihre Mannschaft beim Tabellenletzten auf der Verliererstraße. Doch dann kämpften sich die Gäste in das Spiel zurück.

Plötzlich holte man mit Kampfgeist ausgestattet verlorene Spielanteile zurück. Als in der 38. Minute LSV-Keeper Engelhardt einen Siebenmeter parierte, war das die Initialzündung für die Aufholjagd der Klein Oschersleber. Wenig später (42.) erzielte Marcel Mock den 20:20-Ausgleich. Daran anschließend nahm Oebisfelde eine Auszeit. Diese zeigte aber keine Wirkung. Im Gegenteil, die Gastgeber haben sich das Spiel aus der Hand nehmen lassen, wurden immer nervöser und die technischen Fehler nahmen zu.

Der LSV spielte in der Schlussphase stark auf. Er nutzte die Unkonzentriertheiten der Allerstädter um sich abzusetzen. Mit einem Lauf von vier Toren zum 26:29 (57.), ließen sich die Gäste den Sieg nicht mehr nehmen.

LSV 90 Klein Oschersleben: Witte, Engelhardt - Langenbeck, Garnatz (4 Tore), Mock (6), Dedecke (8), S. Hafften, Ramisch (1), Becker (7), Hoffmann (1), Suttner (3)

Siebenmeter: 2/2; Zeitstrafen: 5