Handball l Wernigerode (ige) Mit einer bescheidenen Zielstellung reist der HV Wernigerode am Sonnabend (18 Uhr) zum Punktspiel der Sachsen-Anhalt-Liga beim Dessau-Roßlauer HV II. "Wir wollen die Moral nochhalten und uns nicht abschlachten lassen", so Trainer Björn Ahsleben.

Dabei gibt die Tabellensituation eigentlich keinen Anlass zu dieser pessimistischen Einstellung, die Muldestädter haben als Tabellenachter lediglich vier Punkte mehr auf dem Konto als der HVW (11.). Vielmehr ist es wieder die personelle Notlage, die dem Wernigeröder Trainer große Sorgenfalten auf die Stirn treibt. "Neben unseren beiden Langzeitverletzten fallen vier weitere Spieler aus, damit fehlt uns in Dessau eine komplette Startformation", hadert Björn Ahsleben mit den schon seit Wochen anhaltenden Personalproblemen. Zu den schon längerfristig wegen Verletzung fehlenden Tobias Poetzsch, Florian Fahrtmann und Patrick Erdmann gesellen sich mit Markus Czaja (Praktikum), Steffen Sackmann (Nebenjob) und Bastian Liebscher (Rückenprobleme) drei weitere Ausfälle, die kaum bis überhaupt nicht zu kompensieren sind.

Erschwerend kommt hinzu, dass die erste Mannschaft des Dessau-Roßlauer HV spielfrei ist und einige Akteure in die Reserve abstellen kann. "So heißt es, die Niederlage in Grenzen zu halten und vielleicht den ein oder anderen Punkt im Angriffsspiel zu verbessern", so Ahlsleben. Für den nötigen Rückhalt in der Abwehr könnte der seit Wochen in starker Form spielende Torhüter Andreas Wisotzky sorgen. Die Geburt seiner Tochter am Montag dürfte dem HVW-Keeper weiteren Auftrieb geben.