Die Nachwuchskegler des Harzkreises haben im Classic-Kegeln ihre Meister ermittelt. Es ging für die Starter in zwei Spielorten um die Medaillen.

Halberstadt (esc/fbo) l Über jeweils 120 Wurf wurden in Wernigerode während der Vorrunde im Sportzentrum am Gießerweg die Besten ermittelt. In der Halberstädter Kegelsporthalle "Harmonie" gab es die Endrunde, über acht Bahnen á 30 Wurf, je 15 in die Vollen und 15 im Abräumen.

Am Start waren sechs Sportler und Sportlerinnen vom Halberstädter KSV Harmonie (HKSVH) und eine Aktive vom SV Rot-Weiß Wernigerode. Jedoch kamen von den anderen Classicvereinen aus Elbingerode, Aspenstedt, Rodersdorf, Friedrichsbrunn und vom SV Einheit Halberstadt keine Nachwuchsspieler, so dass sich die Beteiligung diesmal sehr in Grenzen hielt. Trotzdem gab es spannende Spiele und es wurden gute Leistungen erreicht. Bei der weiblichen Jugend siegte in der Alterklasse (AK) U18 (15 bis 18 Jahre) Nathalie Niederberger (SV Rot-Weiß Wernigerode) im Alleingang mit guten 1 017 Kegeln. In Wernigerode traf sie 479, um dann in Halberstadt mit 538 Kegeln für eine Klasseleistung zu sorgen.

In der AK U14 weiblich (10 bis 14 Jahre) traten drei Mädchen vom HKSVH an. Hier zeigte sich schon nach den ersten Würfen die Reihenfolge der Medaillenvergabe an. Nach 240 Wurf freute sich Lara Blumeyer (in Wernigerode 425 Kegel, in Halberstadt 438 Kegel, insgesamt 863) über den Sieg und die Goldmedaille. Die Zwillinge Pia Holschumacher (364, 431, 795) und Alicia Holschumacher (335, 404, 739) erhielten die Silber- bzw. Bronzemedaille.

Dagegen gab es in der AK U14 bei den Jungen einen spannenden Zweikampf um den Sieg. Nach anfänglicher Führung (30 Wurf), Jeremy Mertel hatte zwölf Kegel mehr als Chris Rienäckerf (122:110), drehte Rienäcker zwischenzeitlich das Spiel, um schließlich selbst mit bis zu 15 Kegeln zu führen. Nach der Vorrunde in Wernigerode hatte er vier Kegel mehr auf seinem Konto. Auch am zweiten Tag hielt er anfangs den Vorsprung (nach 180 Wurf waren es sieben Kegel). Dann traf Mertel auf den letzten beiden Bahnen starke 129 und 128 Kegel, Rienäcker hier nur 110 und 119 Kegel. Damit hatte fünf Würfe vor Ende Mertel (433, 488, 921) vor Rienäcker (437, 463, 900) die Meisterschaft für sich entschieden. Anzumerken ist das Mertel erst elf Jahre alt ist, damit fast ein Jahr jünger als Rienäcker. Für das Nachwuchstalent war es das erste Mal, dass er seinen Mannschaftskameraden bezwang. Beide mussten mit der kleinen Kugel spielen (14-er).

Felix Piechotta (HKSVH) sorgte in der AK U10 mit seinem Alleingang über 4 x 20 Wurf in die Vollen für Furore. Er traf 277 Kegel und erhielt dafür die begehrte Goldmedaille.

Damit haben sich Nathalie Niederberger, Lara Blumeyer, Pia Holschumacher, Jeremy Mertel, Chris Rienäcker und Felix Piechotta für die Landeseinzelmeisterschaften Sachsen-Anhalts qualifiziert. Deise finden am 17./ 18. Mai in Schkopau statt. Hierfür wünschten Ralf Kaufmann (Stellvertretender Vorsitzender des Kreis, Kegel- und Bowling Vereins Harz) und Harald Harsing (Wettspielleiter und Jugendwart des KKBV Harz), welche die Spiele begleiteten und die Siegerehrung durchführten, den Qualifizierten vier Erfolg.