Wernigerode (fbo) l Die A-Jugend des HV Wernigerode hat das Heimspiel gegen den Tabellendritten USV Halle mit 33:36 (14:16) verloren.

Die Begegnung begann mit einer ungewohnten Manndeckung der Spieler aus Halle gegen die Gastgeber. Die Harzer ließen sich davon aber nicht beeindrucken und hielten von Beginn an voll dagegen. Die Schiedsrichter sparten von Anfang nicht mit gelben Karten und Zeitstrafen. Die gesamte erste Spielhälfte verlief sehr ausgeglichen, die Führung wechselte mehrfach und kein Team konnte sich absetzen. Wobei die Spieler von der Saale individuell den stärkeren Eindruck machten. Die Wernigeröder setzten sich aber immer wieder gut in Szene, was umso höher zu bewerten ist, da sie in der ersten Hälfte schon fünf Zeitstrafen zu verkraften hatten. Nach 20 Minuten erspielten sich die Gäste so leichte Vorteile, welche auch mit einer 14:16-Führung zur Pause belohnt wurde.

In der Halbzeitansprache gab Trainer Jens Kaufmann das Match noch nicht verloren und forderte sein Team zu mehr Konzentration und Leidenschaft auf.

Auch die zweite Halbzeit war lange ausgeglichen, obwohl die Hallenser jetzt mehrfach in Unterzahl agieren mussten. Bis zum 19:21 war für die Wernigeröder noch alles möglich. Die dritte Zeitstrafe gegen Niklas Schulze in der 37. Minute war der Knackpunkt. Fortan konnte nicht genug Druck auf die Abwehr des USV aufgebaut werden und so wurden einige Bälle zu leicht verloren. Dies bestraften Halle konsequent. Die Spieler aus der Bunten Stadt hielten zwar kämpferisch dagegen und versuchten alles, mußten aber einige Kontertore schlucken. Beim Spielstand von 26:33 acht Minuten vor Spielende für den USV war das Spiel entschieden. Trotzdem gaben die Hausherren nicht auf und belohnten die erneut zahlreichen Zuschauer mit Einsatz bis zur letzten Minute. So verkürzten aufopfernd kämpfende Wernigeröder den Spielstand bis eine Minute vor Ende auf 33:35. Für mehr reichte es nicht mehr und der Sieg ging mit 36:33 an den USV Halle.

Beide Trainer waren sich einig, dass es ein attraktives Handballspiel war. Fragezeichen hinterließen jedoch die 15 Zeitstrafen - so unfair war die Partie nicht gewesen. Kaufmann war nur mit dem Ergebnis erneut nicht zufrieden. "Meine Spieler zeigen mir immer wieder, daß sie auch mit den besten Teams mithalten können, aber leider gelingt es nicht, dies über die gesamte Spieldauer abzurufen."

HVW: Hesse - Beer Matthies (1), Schrader, Richter (2), König (1), Kaufmann (11), Garm, Christiansen (2), Riesenberg (1), Schulze (5), Kalitzki (1), Rühlmann(9).

Zeitstrafen: HVW 7, Halle: 8; Siebenmeter: HVW 6/6, Halle 10/9.