Die Handballer des HV Wernigerode haben sich frühzeitig den Klassenerhalt in der Sachsen-Anhalt-Liga gesichert. Mit einem 36:20-Erfolg über Tabellenschlusslicht SV Grün-Weiß Wittenberg/Piesteritz verbesserte sich die Ahlsleben-Sieben auf einen einstelligen Tabellenplatz.

Wernigerode l Die Hausherren gingen erneut mit einigen Personalsorgen in die Partie, neben den vier Langzeitverletzten fielen diesmal mit Bastian Liebscher und Lukas Karau beide Kreisspieler aus. Da Markus Czaja und Eddy Eicken wieder mit von der Partie waren, hatte Coach Björn Ahlsleben zumindest zwei Wechselspieler neben sich auf der Bank.

Der Start verlief nicht nach Wunsch, doch trotz eines 1:3-Rückstandes ließen sich die Wernigeröder nicht aus der Ruhe bringen. "Ich habe der Mannschaft vor der Partie mit auf den Weg gegeben, dass sie Geduld bewahren und ihr eigenes Spiel durchziehen muss. Und das haben alle Spieler hervorragend umgesetzt", sprach Trainer Björn Ahlsleben seinen Mannen ein großes Lob aus. Die Abwehr stand im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit sehr konzentriert, ließ bis zur Pausensirene nur noch acht Gegentore zu. Im Zusammenspiel mit seinen Vorderleuten zeigte auch Keeper Andreas Wisotzky mehrfach sein Können und leitete immer wieder schnelle Tempogegenstöße ein. Absoluter Höhepunkt war sein Pass im Sitzen über die Mittellinie hinaus, den Stefan Sackmann zum 15:8 verwandelte (21.).

Schon nach elf Spielminuten hatte der HVW beim Stand von 5:4 erstmals die Führung übernommen, bis zur Pause bauten die Wernigeröder den Vorsprung kontinuierlich auf 19:11 aus. Dabei zeigten die Hausherren im Angriff auch spielerisch sehr gute Ansätze, nahmen nur selten unvorbereitete Würfe und lösten die Situationen immer wieder mit schnellem Zusammenspiel.

Nach Wiederanpfiff wuchs der Vorsprung schnell auf zehn Tore an (21:11, 32.), danach leistete sich der HV Wernigerode in der Abwehr immer wieder kleine Nachlässigkeiten. Vor allem über die Halbpositionen kamen die Grün-Weißen vom SV Wittenberg/Piesteritz immer wieder zum Torerfolg und hielten den Rückstand lange Zeit konstant. Beim Spielstand von 30:20 reagierte Coach Björn Ahlsleben mit einer Auszeit, und forderte wieder mehr Kompaktheit in der Abwehr ein.

Seine Worte verfehlten ihre Wirkung nicht, in den verbleibenden zehn Minuten musste Keeper Michael Zimmermann, der selbst einige gute Paraden zeigte, keine weiteren Gegentreffer hinnehmen. So baute der HV Wernigerode seinen Vorsprung auf 36:20 aus und krönte die starke Mannschaftsleistung mit dem höchsten Sieg der Saison. Dieser war gleichbedeutend mit dem Klassenerhalt, denn durch die Niederlage des HV Rot-Weiß Staßfurt II sind die Harzer sicher für ein weiteres Jahr in der Sachsen-Anhalt-Liga. Zudem können die Wernigeröder das Gastspiel beim Tabellenvorletzten in Staßfurt am 26. April deutlich entspannter angehen. An den nächsten beiden Wochenenden ist der HVW spielfrei.

HV Wernigerode: Wisotzky, Zimmermann - Czaja (5/4), Sackmann (6), Hoffmann (6), Weist (2), Nierlein (3), Eicken (2), Stecker (7), Völkel (5);

Zeitstrafen: HV Wernigerode 5 - SV Wittenberg-Piesteritz 6; Siebenmeter: HV Wernigerode 6/4 - SV Wittenberg-Piesteritz 7/5.