Die Laufsaison ist in vollem Gang. Am Sonnabend gingen rund 800 Aktive bei der 35. Harzquerung an den Start.

Wernigerode (fbo) l Die Harzquerung erfreut sich als einer der schönsten Landschaftsläufe einer steigenden Beliebtheit. Im Vorjahr waren es 702 Läufer und 143 Wanderer, die die drei verschiedenden Strecken in Angriff nahmen. 2014 nun vermeldete der Ski-Klub Wernigerode 884 Anmeldungen. Allerdings blieben einige Unterlagen liegen, so dass es etwas weniger Starter waren. Auffällig: Am Tag der Veranstaltung selbst entschieden sich Etliche noch kurzfristig für einen Start. Norbert Schleef vom Organisationsbüro: "Das waren mehr als Hundert."

Der Startschuss für die ersten beiden Teilabschnitte fiel traditionell in der Wernigeröder Salzbergstraße. Hier gingen die Läufer des 51-km-Kantens nach Nordhausen und der 25-km-Strecke nach Benneckenstein ins Rennen. Während am Gondelteich im Kurpark bereits die ersten Sieger geehrt wurden, gingen noch die Teilnehmer des dritten Teilabschnitts von Benneckenstein nach Nordhausen auf ihre 28-km-Strecke. Auch für Wanderer wurden wieder alle drei Strecken angeboten.

Die Teilnehmer hatten Glück mit dem Wetter, denn während in Benneckenstein ein plötzlicher Regenguss für kleinere Überspülungen sorgte, bekamen die Läufer davon nichts mit. Nach Zielleinlauf äußerte sich die breite Masse zufrieden. "Bis auf das `Cola-Problem`", so Schleef, "gab es keine Beschwerden". Einem Starter war diese zu dünn gewesen, nachdem sich der Veranstalter entschloss, das Getränk mit Wasser aufzuwerten. In den Jahren zuvor hatten nämlich etliche Läufer "das zu süße Getränk" bemängelt. Schleef mit einem Augenzwinkern zu diesem "Problem": "Es allen recht machen wird wohl nicht klappen." Auch sonst gab es viel Positives, denn bis auf zwei ausgekugelte Finger nach einem Sturz blieben alle Teilnehmer gesund.

Sportlich verwies Vize-Gesamtleiter Schleef auf die Top-Zeit der Herren. Sieger Marcus Biehl (LG Lage Detmold) blieb über die 51-km-Distanz mit 3:35:07 Stunden nur knapp zwölf Minuten hinter der Rekordzeit (3:23:47 h, Karsten Sörensen, LG Nord Berlin, 1996). Damit war er knapp eine halbe Stunde schneller als der letztjährige Sieger. Den Frauen-Rekord (4:00:04 h von Heidrun Peckert, USV Jena 2005) verpasste 51-km-Siegerin Barbara Drews in 4:27,19 h deutlicher.

Über die Halbdistanz (25 Kilometer) bestimmten einmal mehr zwei Aktive des NSV Wernigerode die Szenerie. Thomas Kühlmann (1:34:42 h) und Luisa Merkel (2:06:16 h) sind derzeit kaum zu stoppen. Maik Heckl (SV Hermannsacker, 2:11:22 h) und Simone Hamann (Ski-Klub Springe, 2:48:33 h) waren die Schnellsten über 28 Kilometer.

Alle Ergebnisse des Laufes unter www.harzquerung.de