In der Halberstädter Kegelsporthalle "Harmonie" wurde traditionell am 1. Mai der Auerhahncup im Kegeln durchgeführt. In den Disziplinen Classic und Bohle gingen knapp 30 Aktive an den Start.

Halberstadt (esc/fbo) l 1996 wurde der Cup erstmals ausgetragen, so dass diesmal die 19. Auflage anstand. 28 Spieler (sieben auf Classic und 21 auf Bohle) hatten sich in die Starterlisten eingetragen. Die Starter kamen aus Halberstadt, der Harzregion, aus Seyda und Zerbst, während Marcel Spillker aus dem Ruhrgebiet die weiteste Anreise hatte. Er verband aber seinen Besuch, um Freunde und Eltern in Halberstadt zu treffen.

Es ging für alle Starter im K.o.-Kegeln über jeweils 2 x 20 Wurf um den Einzug in die nächste Runde, bis zum Finale. Oftmals stand es nach Sätzen 1:1, so dass Entscheidungswürfe hinzu kamen, was die Spannung zusätzlich erhöhte. Als Titelverteidiger waren Ralf Kaufmann (SV Einheit Halberstadt) auf Classic und Nils Morcinek (SV Lok Blankenburg) auf Bohle am Start, aber auch diese beiden, wie schon viele Titelverteidiger vor ihnen, erlitten vorzeitig den Knock-out.

Auf Classic wurde über 120 Wurf gestartet, wo Marcel Spillker (552) vom SV Einheit Halberstadt (Einheit) und René Bertram (545) vom Halberstädter KSV Harmonie (HKSVH) die besten Ergebnisse brachten. Dann wurden die Paare gesetzt (Erster gegen Achter, Zweiter gegen Siebenter, usw.). Am Ende gewann Andreas Tamme (SV Einheit) gegen Spillker das Finale, während Bertram gegen Ralf Kaufmann (Einheit) das kleine Finale um den dritten Platz für sich entschied. In beiden Finalspielen stand es nach Sätzen 1:1, so dass Entscheidungswürfe (7:5 Kegel) über den Sieg entschieden.

Beim Bohlekegeln wurden die Paarungen ausgelost. In diesem Wettbewerb gab es im Achtelfinale zwei Stechen, in dem u.a. Rolf Seesemann (HKSVH) den Favoriten Karl-Heinz Dunte (Saxonia Gatersleben) herauswarf. Dunte spielte eine Acht, Seesemann eine Neun. Das Finale gewann Rolf Leonhardt (SV Lok Blankenburg) gegen Seesemann, während im kleinen Finale Freizeitsportler Günter Zabel den etwa 25 Jahre jüngeren Jens Michel (HKSVH) bezwang.

Die Sieger Tamme und Leonhardt erhielten als Wanderpokal den "Vogel", einen Auerhahn aus Keramik. Weiterhin bekamen die jeweils besten Vier Sachpreise, welche von der Hasseröder Brauerei gesponsert wurden. Für die beste Leistung auf einer Bahn erhielten Tamme (Classic) für 108 und Seesemann (Bohle) für 166 getroffene Kegel Prämien, ein Partyfass Bier. Mit einer gemütlichen Keglerrunde und einem gemeinsamen Essen, an diesem Tag bei Freibier, wurde der Mai-Feiertag weiterhin gestaltet.